I really don’t like mondays

Oh heiliger Hartweizen, was ein Montag. Man wusste schon am Morgen, der Tag kann nichts werden.

Mehrere Wochen lang hat man sich den -hier bitte geeignetes Wort für Gluteus maximus einfügen-  (ich finde Arsch passt in diesem Kontext besonders gut) abgefroren und war froh, dass der Schneefall weitgehend ausblieb. Da herrschen den ersten Tag wieder moderate Temperaturen und schon kommt man sich vor, als sei man auf dem Weg zur Arbeit irgendwo falsch abgebogen und statt dessen auf dem Weg in Santas Werkstatt. Kurz musste ich mich davon überzeugen, dass mir zu den Feenflügeln nicht auch noch Elfenohren gewachsen sind. Das sähe doch wirklich lächerlich aus.
Das Unterbewusstsein, welches sonst für die Fahrt zur Arbeit verantwortlich ist, macht sich mit einem „Ich muss weg“ aus dem Staub und stößt beim Rausrennen netter weise noch das Hirn an, welches noch etwas verschlafen seinen Platz einnimmt. Die erste Analyse vom Hirn..bisschen glatt..Super Hirn, wäre ich ohne dich nie drauf gekommen. Wie um das zu untermauern, rutsche ich im Bremsvorgang beherzt über eine rote Ampel. Keine Sorge, Nix passiert. Die Fußgänger waren vielleicht ein wenig verstört..

Wenigstens ist man dann jetzt wach. Vor lauter Konzentration darauf seinem Vordermann nicht plötzlich im Kofferraum zu sitzen, vergisst man wenigstens, dass man eigentlich krank ist und sich, statt im Bett zu bleiben doch lieber auf den Weg zur Arbeit gemacht hat. Zugegeben, nicht gerade die beste Idee. Im Labor angekommen, fragt man sich auch gleich, wie man ein muckeliges, mit Krankheiten bis unter die Zimmerdecke vollgestopftes Wartezimmer beim Arzt nur verschmähen konnte und statt dessen nun hier steht und Herrin über das Chaos werden muss. Da das Labor an Wochenenden geschlossen hast, ist ein Montag morgen immer so eine Art Überraschungsmorgen.
Und auch heute gibt es vor Routinebeginn wieder einiges an Überraschungen.

Man sichtet also das bisher eingegangene Material und findet Proben mit Anforderungsscheinen, auf denen nichts angegeben ist und Proben mit Klebis von einem Anforderungsschein, aber ohne irgendeinen Schein. Schlimm genug, dass ich schon wieder dieses Schein geplörre hier rumfliegen habe. Aber da die Kinderkrankheiten der EDV immer noch anhalten wird das wohl noch ein Weilchen so bleiben.
Am frühen Morgen schon durch das ganze Haus telefonieren müssen, das hab ich gern. Wenigstens ist das Hirn schon wach und sorgt dafür, dass ich zu einigermaßen artikulierten Dialogen im Stande bin.
Also auf der Station angerufen und der freundlichen nullchecker Schwester erklärt, dass die böse Probe mir, trotzdem ich sie gegen das Licht gehalten habe, einfach nicht Preis gibt was ich aus ihr machen soll und mir blöder Weise auch noch der Schein fehlt, so dass es nun an ihr ist mir zu sagen, was gemacht werden soll. Als Antwort erhalte ich nur den Hinweis, dass man das doch gar nicht mehr mit Schein anfordert, sondern die Anforderungen nur noch über den PC laufen.

Daraufhin sah ich mich mit mehreren Antwortmöglichkeiten konfrontiert.
Zuerst möchte ich ihr überschwänglich dafür danken, dass sie mir meinen Job erklärt und mich auf mein unzureichendes Wissen hinweist. Solch nicht so häufig gebrauchte Kenntnis kann einem schon einmal entgleiten..

Dann möchte ich ihr mit dem nackten -hier bitte wieder ein geeignetes Wort für Gluteus maximus einfügen-  (Ich finde auch hier eignet sich Arsch ganz besonders gut, ist aber nur eine Empfehlung.) zuerst ins Gesicht springen, weil sie zwar recht hat, die Situation aber wieder nicht zu ende gedacht hat. Der olle Schein düfte ja nicht ohne Grund Verwendung gefunden haben. Nullchecker Schwester versteht aber nicht, dass ich keine weiteren Auskünfte geben kann, weil ich nun mal NICHT DA!!! war und sie die Frau mit der Patientenakte ist.
Da die nullchecker Schwester aber nunmal eben wie ein Kunde zu behandeln ist, besinne ich mich auf meine Professionalität, stelle einige Szenarien für sie in den Raum, die erklären, warum hier ein Schein Klebi verwendet wurde und kein Order Enrty Klebi und bitte sie flehentlichst mir nun endlich zu verraten, was ich mit der ollen Probe machen soll.
Stehen lassen soll ich sie, weil die Gutste keine Infos zur Anforderung findet. Blut ist im Röhrchen ja glücklicher Weise stabil bis zum Ende der Welt.
Und all der Stress noch vor 09:00 Uhr. Kein guter Start in die Woche.

Morgen geh ich erstmal meinen Hausarzt besuchen und setze mich mit Freuden stundenlang in das Bazillenmutterschiff Wartezimmer. Hauptsache der Typ macht mich wieder heile..naja..ähm..Ach, ihr wisst schon..

Also dann, bleibt gesund

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