Laborfee goes Küchenfee

Doch zuerst:

Mein Blog fand heute Erwähnung bei einem BloggerKollegen. Beim Maskierten nämlich. Das finde ich natürlich voll gut und deswegen lege ich euch seinen Blog genauso ans Herz.
Quatsch, Vetternwirtschaft gibbet hier nich. Ich lege ihn euch ans Herz, weil das ein echt kuhler und lustiger Blog ist, bei dem ich gerne mitlese.
Eigentlich muss ich mich gleich doppelt beim Maskierten bedanken, denn dank seiner Erwähnung haben wieder viele viele Leser den Weg zu mir gefunden, weswegen der Hamster im Hamsterrad meines Zählers Sonderschichten schieben musste. Dieser Zähler nämlich, ist heute über die 10.000 Klicks Marke gekluddert. Das mag für manch einen nicht viel sein, aber ich mache das hier ja noch nicht so lange und freu mir deswegen grad noch wahnsinnig nen Keks.

Und weil wir gerade bei Keksen sind und ich das eine wahnsinnig gute Überleitung finde, erzähle ich euch nun, wieso ich meinen Blog ein ganzes Wochenende lang so furchtbar vernachlässigt habe.

Samstag

Whuuhuuu! Einkaufen!! Endlich war ich wieder einkaufen. Wie ich, glaube ich, an anderer Stelle schon angemerkt habe, befand sich in meinem Kühlschrank nur noch Licht. Und Piri Piris, das sind diese fiesen kleinen eingelegten Chilischoten, die in meinem Essen nur fehlen, wenn sie gerade wirklich gar nicht dazu passen.
Ein Einkaufsklebi war schnell geschrieben, im Prinzip hätte es gereicht, wenn ich einfach „Alles“ auf einen Zettel geschrieben hätte, aber ich hatte ja am nächsten Tag vor der Küchenlegsathenie zu entfliehen und brauchte dazu ein paar spezifischere Angaben.

Der Einkaufswagen war schnell gefüllt und das Einkaufsklebi schnell abgearbeitet, was mich wirklich einige Mühen gekostet hat. Nicht das Abarbeiten des Klebis, sondern NUR das Einkaufsklebi abzuarbeiten, ich hatte nämlich echt hunger. Das ist beim Einkaufen gar nicht gut. An der Kasse wurde ich wieder einmal merkwürdig beäugt. Das ist immer so. Dazu muss ich sagen, dass ich nur etwa 1x im Monat einkaufen gehe. Ich brauche nich viel und wenn ich koche, dann lebe ich meist mehrere Tage davon. Dafür kaufe ich dan aber gleich soviel wie eine normalgroße Familie für eine Woche.
Da ich aber weder ein Kind (weil nicht vorhanden..) noch einen Kerl (weil blöderweise auch nicht vorhanden..) mitschleife, sondern nur einen proppevollen Einkaufswagen zur Kasse wuchte, sorgt das irgendwie immer für Guckpotential. Fragt mich nicht wieso, ich weiß das auch nicht.

Nachdem der Kühlschrank nun wieder voll war, machte ich mich auf, die Zutaten für das Vorhaben des nächsten Tages zu besorgen. Katastrophe. Ich bin für eine Zutat durch mein ganzes und durch die Hälfte des Nachbardorfes gejuckelt und hatte trotzdem keinen Erfolg. Sowas lieb ich ja wie Herpes.
Ich sah mein Projekt bereits scheitern, aber zum Glück war Gisbert zur Stelle und konnte mir, nachdem ich mich fertig darüber aufgeregt hatte in einem Kuhdorf voller Saftläden zu wohnen, eine gute Alternative nennen. Voll gut! Projekt gerettet.

Den restlichen Tag habe ich gar nichts gemacht. Naja irgendwas macht man ja eigentlich immer, aber ich habe nichts sinnvolles getan, außer mich vom Tragen der Einkaufstüten erholt. Ich hatte vier. Alle waren sie voll und alle waren sie schwer, aber ich weigerte mich einfach, auf das intervenieren wollende Hirn zu hören und zwei Mal zu gehen. Deswegen habe ich alle auf einmal von der Tiefgarage in meine Küche gewuchtet. Toller Plan.

Sonntag

Ich wachte auf und es ward SCHMERZ!

Schultern und Nacken waren tot. Na tot wäre ja noch schön gewesen, dann täten sie jetzt nämlich nicht weh. Alles wegen 2 Tonnen Einkäufe. Ich bin echt so ein Schlaffi.

Ich schleppte mich dennoch in die Küche, aber es kostete ganz schön viel Überwindung. Aber mein Ziel war es, der Küchenlegasthenie zu entkommen und da musste das eben sein. Ich wollte irgendwas leckeres mauscheln. Ich hasse es, ein kulinarischer Nichtskönner zu sein. Das nervt. Diesem Zustand muss Abhilfe geschaffen werden.
Also suchte ich schon vor Tagen nach einigen Köstlichkeiten, die ich versuchen wollte und fand folgendes:

Ein Erdnussbutter Fudge von Zucker, Zimt & Liebe

Und die selbstgemachten Snickers vom klitzekleinen Blog

Ich begann mit dem Fudge, denn das sah leichter aus. Zu Anfang immer irgendwas, was das Ego streichelt. Wenn es denn klappt.

Es hat geklappt. Ziemlich gut sogar. Beim mauscheln habe ich eins gelernt: Ich kann Puderzucker sieben nicht leiden. Überhaupt nicht. Vor allem, wenn das Sieb dazu fehlt. Ich werde an dieser Stelle nicht verraten, wie ich es trotzdem gesiebt bekommen habe. Improvisation ist alles.
Aber es hat sich wirklich gelohnt und das Ergebnis kann sich sehen und sogar schmecken lassen.

Ich bin schon ein bisschen stolz auf mich..

Die Snickers waren da schon etwas kniffeliger, weil ich sie, aufgrund bereits erwähnter fehlender Zutaten, Level Like a Boss basteln musste/wollte/wasauchimmer.
Kaum zu fassen, dass es in diesem ollen Dorf nicht ein Glas Fluff oder auch nur eine Tüte Marshmallows zu kaufen gibt. Ich war kurz davor mir Schaumküsse zu kaufen und die zu schälen!
Und Toffeebonbons scheinen gerade auch nicht Hochsaison zu haben. Egal, dann eben Like a Boss. Gisbert war meine helfende virtuelle Hand und stand mir zur Seite. Zuerst ging es daran, das olle Fluff selber zu machen. Der erste Versuch scheiterte kläglich, weil ich Ahnungslose das, dafür benötigte, Zuckerwasser zu lange habe einkochen lassen. Das war dann schon quasi Bonbon im Topf. Auch hier lernte ich eine wertvolle Lektion: An Zucker kann man sich wirklich ganz böse schneiden. Mordwerkzeug zum Lutschen sozusagen.
Wieder ein Häkchen für die -Ich hab mich an blöden Sachen geschnitten- Liste

Beim zweiten Versuch aber, gelang das Fluff. Stolz!

Dann ging es ans Toffee bauen. Das hat gleich auf Anhieb geklappt, führt aber zu Tennisarmen. Man muss echt lange rühren. Aber es hat sich gelohnt. Karamell kochen kann ich also schonmal.

Leider fürchte ich, dass die Snickerse nichts geworden sind, denn als ich gestern nachsah, war die Fluffmasse noch viel zu weich. Ich habe es über Nacht in der Kühltruhe gelassen und traue mich nun nicht nachzusehen.
Falls sie nichts geworden sind, versuche ich es nochmal. Ich habe noch Fluffmasse übrig und vielleicht ist es ja besser, wenn sie über Nacht im Kühlschrank etwas anziehen konnte. Toffee habe ich auch noch und habe Gisbert auch schon gefragt, ob ich das einfach wieder schmelzen kann. Das wird dann zwar nur ein kleines Snickers, aber das ist egal. Ich will mein Snickers Level Like a Boss.
Bei sowas entwickle ich einen wirklich nervigen Ehrgeiz. Wenn ich schon was mache, dann soll das gefälligst auch gut werden.

Mein Fazit des Tages

Küchenfee ohne Küchenerfahrung zu sein ist irgendwie anstregend, aber macht auch Spaß.
Da weder irgendetwas in Flammen aufgegangen, noch explodiert ist und ich auch noch alle meine Gliedmaßen habe und mich die einzelnen Komponenten meiner Experimente auch nicht umgebracht haben, würde ich sagen, ich kann eine Küche betreten und auch etwas zubereitet ohne größeren Schaden für mich oder andere anzurichten. Eine wertvolle Erkenntnis. Ich denke, mit ein bisschen mehr Übung wird auch alles etwas besser klappen. Ich müsste eben am Ball bleiben, bin aber gleichzeitig auch furchtbar ungeduldig. Aber solange es Spaß macht wird das wohl gehen.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass mir von zu viel Erdnussbutter (egal ob chunky oder creamy) übel wird und dass es demnächst wohl mal asiatisch mit Erdnusssauce geben wird, denn es ist wirklich viel Erdnussbutter übrig.
Wer kennt Rezepte?

Und die letzte Erkenntnis lautet:
Bis ich mehr Routine in der Küche habe, mache ich sowas nur noch Samstags. Dann habe ich noch einen Tag, um mich vom Küchenfee sein zu erholen. 😉

Nächste Woche will ich mich an Gisberts Mississippi Mud Pie versuchen, wenn ich die Zeit finde.

Und morgen gibt es wieder neues aus dem Labor.

Bis dahin, gehabt euch wohl und viele Grüße

von der Fee

Kleiner Nachtrag: Ich habe mich natürlich doch getraut, nachzusehen, ob die Snickerse was geworden sind. Sind sie 😉 STRIKE!! Sieg für Fee. Nur mit dem Schneiden habe ich Probleme, weil ich ein Schlaffi bin. Aber der BruderFeeerich wirds schon raus hauen 😉

15 Gedanken zu “Laborfee goes Küchenfee

  1. Zwei Doofe, ein Gedanke! :mrgreen: Habe meinen neuen Artikel für den Alltagsteufel auch mit „Geburt einer Küchenfee“ betitelt. Verdammt. Jetzt muss ich den vor der Veröffentlichung umbennen. *grübel* Kann es zwei Küchenfeen geben?! Rück mal so’n Fudge-Dingens rüber und dann denken wir darüber nach… 😛

    Karamell kochen kannst du schon mal? Fabelhaft. Ich kann auch alles kochen. Aber man kann hinterher nicht alles davon essen. :mrgeen:

    Stelle überhaupt fest, dass wir neugeborenen Küchenfeen die perfekte Arbeitsteilung haben. Ernsthaft. Du kümmerst dich um den zuckrigen Süß- und Dessertkram, ich koche das herzhafte Zeugs. 🙂

    • Ich glaube, es kann nie genug Küchenfeen geben, also bloß nicht umbenennen 😉 Das Fudge kannst du ganz leicht selber basteln, das dauert keine Stunde. Naja..wenn man mal vom Puderzuckersieben absieht… Das nervt echt..ich war fast versucht die Klümpchen in kauf zu nehmen, aber man hat ja Ehrgeiz..
      Also bisher konnte man tatsächlich noch alles essen, was ich so fabriziere..ich kann es selbst nicht so wirklich glauben. Ich habe da nie viel Vertrauen in meine Fähigkeiten gesetzt aber vielleicht is eins der beiden X Chromosomen ja mal in einer Küche beschäftigt gewesen..man weiß es nicht..
      Ich bin absolut Pro Arbeitsteilung. Ich finde, das sollten wir beibehalten. Wobei kleine Ausflüge natürlich erlaubt sein müssen. Ab und zu darfs bei mir auch gern herzhaft sein 😀

      • Gut. Dann bin ich jetzt auch eine Küchenfee. 😛

        Puderzuckersieben kann ich hervorragend. Meine Küche ist nicht so toll ausgestattet, aber ein Sieb habe ich. Ich hätte allerdings lieber einen Geschirrspüler, denn den bräuchte ich wirklich. 😎

        Prima, dann behalten wir die Arbeitsteilung so bei, wie du es sagst. Ich plane nämlich gerade ein Tiramisu. Nervennahrung steht gerade ganz hoch im Kurs: :mrgreen:

      • Ich habe kein Sieb, aber dafür eine Geschirrspülmaschine. Arbeitsteilung klappt scheinbar auch außerhalb des Koch-und Backguts.^^
        Uhh lecker Tiramisu. Ich plane am Wochenende den Mississippi Mud Cake. Und vielleicht Schoko Cookies. Man darf gespannt sein.das Rezept sieht nicht so schwer aus.. 😀

  2. „Da weder irgendetwas in Flammen aufgegangen, noch explodiert ist und ich auch noch alle meine Gliedmaßen habe und mich die einzelnen Komponenten meiner Experimente auch nicht umgebracht haben, würde ich sagen, ich kann eine Küche betreten und auch etwas zubereitet ohne größeren Schaden für mich oder andere anzurichten. Eine wertvolle Erkenntnis.“ – das trifft auch auf mich zu. Gesegnet sei der Erfinder der Mikrowelle – ohne ihn wäre ich komplett verhungert – da ich mein Mittagessen (fast) nur in der Mikrowelle auftaue. Ist doch auch kochen, oder ? 😉

    VhG

    Andrea

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