Jetzt auch noch ComputerFee?!

Gelobt sei das fliegende Spaghettimonster, der Laptop läuft wieder. Ein ganzes Wochenende intensivste Bemühungen, Schweiß und Nerven hat es mich gekostet, aber ich habe es geschafft. Nicht zuletzt auch durch die Hilfe von ganz lieben Menschen, die Ahnung hatten und sich die Zeit nahmen mir zu helfen.

Doch von Anfang an.

Freitag abend

Ich komme recht fröhlich von der Arbeit nach hause und werfe Hedwig an. Hedwig ist mein Laptop und der heißt Hedwig, weil sich der Ex FamS (Ex Feeerich an meiner Seite) und ich nie darüber einig wurden, ob es jetzt der oder das Laptop heißt. Also habe ich dem Teil kurzerhand einen Namen verpasst und nun heißt er/es Hedwig und ist folgerichtig eine Die. Haha!
Aber ich schweife ab.

Ich werfe also Hedwig an und alles ist gut. Kein Ton des Missmutes dringt durch ihre Lautsprecher, sie stellt mir bereitwillig alle Seiten dar, die ich sehen möchte und motzt nichtmal, als ich wieder einmal 27 Dinge auf einmal tue. Alles in allem ist sie eine gute Hedwig an diesem Abend, so dass ich in Ruhe und Frieden der Kontaktpflege frönen kann und zwar bis in die frühen Morgenstunden. So lob ich mir das.

Samstag

Bis hierher alles in Ordnung. Ich werde morgens irgendwann wach. Unglaublicher Weise sogar aus eigenem Antrieb, denn die Nachbarn, die sonst immer zu den unchristlichsten Zeiten an die Wände kloppen, haben sich diesen Samstag wohl auch für das Ausschlafen entschieden. Eine kurze Befragung von Hirn ergibt, dass Magen verlauten lässt, dass es für Frühstück definitiv noch zu früh ist und ich in etwa einer Stunde nochmal anfragen soll. Vollkommen egal, ich muss sowieso einkaufen, da der Kühlschrank schon wieder nur noch Licht beinhaltet. Und Ketchup, aber Ketchup zum Frühstück ist irgendwie Urghs. Aber so richtig aufraffen kann ich mich noch nicht, also wird zuerst nochmal Hedwig angeworfen, um zu schauen, ob sich nicht irgendwo ein morgendlicher Plausch abhalten lässt. Kaum zu glauben, aber da sind tatsächlich Menschen schon so wach, dass sie mit mir Kommunizieren können und Schwupps ist es mittag und ich war immernoch nicht einkaufen. Hedwig geht es bis zu diesem Zeitpunkt immernoch wunderbar. Keine Mucken, keine Zicken, kein Nix. Eine Hedwig, wie sie im Buche steht. Da können sich gewisse andere Hedwigs noch ne gute Scheibe von abschneiden. 😉

Das Einkaufen verläuft höchst unbefriedigend, aber ich schaffe es trotzdem wieder mal so viel zu kaufen, dass ich mir fast nen Leistenbruch hebe und sogar den Bruderfeeerich anrufen muss, damit er mir beim Tragen hilft. Ist ja schon fast peinlich. Ich habe etwa sechs Versuche gestartet alles allein ins Feennest zu wuchten, aber nachdem ich alles irgendwie an meinem Körper positioniert habe, komme ich entweder nicht mehr hoch oder ich laufe Gefahr nach vorn oder hinten umzufallen. Da bleibt nur der Anruf, denn zwei Mal gehen ist für mich keine Option. Lieber nehm ich irgendwas, was nicht so einfach kaputt geht und trete es vor mir her bis zum Nest. Aber Bruderfeeerich hat einen seiner sozialen Momente und eilt mir tatsächlich zur Hilfe. Nicht, ohne den Kopf darüber zu schütteln, was ich doch für ein Schlaffi bin. Keinen Respekt mehr vor dem Alter, diese jungen Hüpfer.

Nachdem alles ausgepackt ist, befreie ich Hedwig aus ihrem höchst gelangweilten stand by Modus, decke mich mit Schokolade ein, betrete den Chatroom meines Vertrauens und beginne noch diverse andere Randgespräche. Außerdem werfe ich den Instant Messenger meines Vertrauens an, da ich mich anschicke ein Videogespräch zu führen, auf das ich mir schon die ganze Woche ganze Keksberge freue. Und dann passiert es.
Gespräch beginnt, der Empfang ist so semiprächtig, aber da das bei diesem Messenger nichts neues ist, misst man dem keine große Bedeutung zu. Im Laufe des Gesprächs werden Bild und Ton immer unprächtiger und mein gesamter Bildschirm beginnt zu flackern. Unschön. Dann entwickelt er plötzlich Anwandlungen wie blaue Pixelhaufen überall auf dem Bildschirm. Wer schonmal Minecraft gespielt hat und es da mal hat regnen sehen, weiß ungefähr, wie mein Bildschirm aussah. Nach den Pixelwolken, schmückte der Bildschirm sich mit zwei blauen senkrechten Streifen und wurde Schlussendlich nicht schwarz, sondern weiß. Für mich so weit, so unspektakulär. Ab und an hat das System schonmal Schluckauf. Für gewöhnlich reicht einmal reseten und alles ist wieder fein. Nicht aber dieses Mal.

Ein erneutes Starten Hedwigs bringt mir einen bluescreen, der mir freundlich mitteilt, dass Windows abgeschmiert ist und noch einige andere freundliche Informationen, die mir alle selbst schon ins Auge gefallen sind. Darauf folgt ein Neustart von Hedwig und die Frage, ob ich Windows normal starten möchte. Diese Frage bestätige ich und wähle den dementsprechenden Punkt aus. Was folgt ist ein erneuter bluescreen und das ganze Gerödel geht von vorne los. Windows lässt sich nicht mehr hochfahren. Panik!
Nach ewigen Zeiten des Rumprobierens komme ich dahinter, dass es sowas wie einen abgesicherten Modus gibt, den ich mehr oder weniger aus purer Verzweiflung ausprobiere. Und siehe da, immerhin läuft Hedwig schonmal wieder. Zwar nicht besonders elegant und auch elend langsam, aber für Internetrecherchen, wo hier genau das Problem liegen könnte, reicht es. Blöder Weise finde ich nur Foreneinträge, die mir allesamt nicht weiterhelfen und ich verliere  schnell die Geduld. Eine Erneuerung des Betriebssystems muss her, das ist mir recht schnell klar.

Sollte eigentlich auch kein Problem sein, denn ich habe eine DVD bei mir rumfliegen, auf der mein Betriebssystem wohnt. Die also reingeworfen und sich innerlich schon gefreut, dass gleich alles wieder funktioniert. Ja, Pustekuchen. Die DVD wird vom Laufwerk in aller Konsequenz ignoriert und denkt gar nicht daran zu starten. Das ist jetzt natürlich denkbar schlecht, denn ich möchte schon gern den Inhalt der DVD auf Hedwig transferieren. Also wieder in den abgesicherten Modus und wieder Internetrecherche. Auch ein paar Lösungsvorschläge gefunden, alle versucht, keiner hilft. Mist.
Langsam ist all mein Pulver verschossen und der Verzweiflungsrad in unglaubliche Höhen geschnellt. Vor meinem inneren Auge sehe ich mich schon, wie ich Hedwig irgendeinem dahergelaufenen TechnikMän in die Hand drücken muss, in der Hoffnung er könnte sie reanimieren. Furchtbar. Das darf auf keinen Fall geschehen.

Das lässt sich hier alles so schön in ein paar Minuten niederschreiben, hat in wirklichkeit aber bereits mehrere Stunden in anspruch genommen, so dass es mittlerweile Abend ist. Ich gönne mir eine Pause und sehe nach, ob wenigstens der Chatroom meines Vertrauens noch funktioniert, so dass ich der Chatgemeinde lauthals mein Leid klagen kann. Auf kompetente Hilfe hoffe ich zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr. Aber der Chatroom funktioniert und ich kann klagen. Lauthals und mitleiderregend. Das, muss ich ja sagen, hab ich voll drauf. Bis auf ein paar Bekundungen, dass meine Situation wirklich denkbar unschön ist, kommt aber erstmal nicht viel zurück. Bis sich der König einschaltet. Der König hat Ahnung und der König kann mir tatsächlich auch helfen.

Hier mache ich mal einen kleinen Cut, weil der Post durch mein ganzes Geschwafel schon wieder viel zu lang geworden ist. Geht gleich weiter.

3 Gedanken zu “Jetzt auch noch ComputerFee?!

  1. „Da können sich gewisse andere Hedwigs noch ne gute Scheibe von abschneiden.“

    Ist das eine Anspielung auf meine Platte? xD

  2. Pingback: Großartigkeiten « gotsassaufeinemast

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