Wie geht es Hedwig?

Ihr wisst noch gar nicht, wie es letztendlich mit Hedwig weiterging. Da ich ja logischerweise nach ihrer Einlieferung beim NotebookMän ziemlich Internetlos da stand und auch erstmal nicht mehr zur Arbeit musste, bin ich euch bisher schuldig geblieben, wie sich der Besuch beim NotebookMän abgespielt hat.

Ich bin also Freitag, noch vor Ankunft meiner Festivalbegleitung, in die City von Feenstadt gedüst, um Hedwig einzuweisen. Ich platze heute noch vor Stolz, dass ich den Weg zum NotebookMän gleich beim ersten Anlauf wieder auf die Kette bekommen und mich ausnahmsweise mal nicht verlaufen habe.
Vor der Praxis des NotebookMäns stand ich dann erstmal einige Minuten rum und suchte den Eingang. Der war ganz schön versteckt und auch irgendwie nur sehr verwirrend gekennzeichnet. An sich schon zu viel für mich grundverwirrtes Wesen.

Dennoch schritt ich todesmutig durch die erstbeste Tür, die ich für den Eingang hielt und….stand dann da erstmal. Das Türglöckchen erklang zwar und ich schaffte es gerade noch so ein fröhlich beherztes „Guten Taaahaaag“ zu trällern, aber erstmal fühlte sich keiner dazu berufen mir seine Aufmerksamkeit zu schenken.
Im ersten Augenblick dachte ich, ich wäre komplett im falschen Laden und hätte mich soeben wieder einmal gepflegt zum Horst gemacht, aber dann kam ein netter Herr auf mich zu und fragte nach meinem Begehr.

Situation war schnell beschrieben, Hedwig schnell beguckt. Nun wartete ich angespannt auf die Diagnose des NotebookMän. Würde er Hedwig reparieren können? Würde mich die Reparatur in den finanziellen Ruin treiben? Und am Wichtigsten: Würde sich die Reparatur überhaupt lohnen?

Wir erinnern uns: TechnikMän hatte zwei Wochen zuvor schonmal grob diagnostiziert, dass es sich bei Hedwigs WehWeh vermutlich um eine geschrottete Grafikkarte handelte und dass eine kaputte Grafikkarte, wenn überhaupt reparabel, ein teurer Spaß werden wird, der eventuell schon den Kauf eines neuen Laptops rechtfertigen würde.
Dann gab ich Hedwig ja auch einen Tag zu den „Technikexperten“, die ihren Laden neben MutterFees Arbeitsplatz haben und die sagten gleich, dass ich mit einem neuen Laptop besser beraten bin, weil da wohl ein komplett neues Mainboard her müsste. Mit Reparaturkosten um die 500 Euro müsste ich schon rechnen. Zu viel. Da wäre ein neuer Laptop lohnenswerter.

Dementsprechend motiviert wartete ich nun, bis zum zerreißen angespannt, auf das Urteil des NotebookMäns und rechnete innerlich schon mit dem Schlimmsten.

Auch der NotebookMän kam darauf, dass es sich wohl um die Grafikkarte handeln wird und erklärte mir auch gleich, dass in den meisten Notebooks keine Karten mehr, sonders Chips verbaut wären. Nichts, was ich nicht schon wusste, aber Chip klang schon sehr nach nicht reparabel. Und dann sagte er die erlösenden vier Worte:

Das kann man reparieren.

Innerlich Party bei Fee.

Party brach aber schnell wieder ab, als mir auffiel, dass ich den Preis für „Das kann man reparieren“ noch nicht kannte. Sprunghafter Wechsel zu zum zerreißen gespannt.

Dann nannte er mir den Preis… 180 €

Bäähääääm! Wie kuhl ist denn das bitte?! Das ist ebenfalls eine Menge Geld, keine Frage, aber von den prophezeiten Beträgen immernoch meilenweit weg. Innerlich Riesenparty bei Fee.

Blieben nur noch die Formalitäten zu klären. Ich ließ Hedwig schweren Herzens bei NotebookMän zurück, der packte sie in eine kleine Auftragskiste und stellte diese ins Regal zu den anderen Mitpatienten. Dann bekam ich noch einen Abholschein und unterschrieb den Auftrag. Leider konnte mir NotebookMän nicht genau sagen, wann Hedwig geheilt sein würde. Seine optimistische Prognose: Letzten Freitag. Sollte noch was kaputt sein, versicherte er mir, riefe er nochmal an, um sich zu erkundigen, ob es mitrepariert werden sollte und wieviel es dann mehr kosten würde. Und natürlich riefe er an, sobald Hedwig abholbereit wäre.

Angeblich ist bisher noch kein Anruf gekommen. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass die MutterFee den Anruf einfach nicht bekommen und die Mailbox nicht abgehört hat. Das kommt häufiger mal vor. Ich werde also diese Woche noch abwarten. Na sagen wir bis freitag. Das sind dann zwei Wochen, ich finde das muss reichen, um so einen ollen Chip auszuwechseln. Freitag werde ich also mal da anrufen und dezent nachfragen, wie die Dinge stehen und ob ich Hedwig dann jetzt vielleicht bald mal abholen könnte. Das Laptopdingen vom BruderFeeerich ist nämlich Mist. Den benutze ich jetzt immer Abends zu hause, weil BruderFeeerich den Weg zur Bundeswehr angetreten hat und daher über die Woche nicht zu hause ist. Aber wie gesagt, sein Laptop ist einfach Mist. Ich sehe jedoch ein, dass ein mistiger Laptop besser ist, als gar keiner, weswegen ich einen kleinen Freudensprung tat, als ich sah, dass er ihn zu hause gelassen hat.

Die Berichterstattung über Hedwig ist also noch nicht abgeschlossen. Allerdings wird es jetzt reichen, wenn ich in einem Nebensatz erwähne, dass sie wieder zu hause bei mir ist. Es sei denn, es passiert noch etwas unvorhergesehenes. Aber ich will es ja auch nicht beschreien.

Es heißt mal wieder abwarten

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