FestivalFee – Es wird nass

Festival Wochenende, zweiter Tag.

Die Nacht war viel zu kurz, doch es nützte ja alles nichts, ich musste aufstehen. Zum Glück dieses Mal nicht allzu früh, denn das Augenmerk lag an diesem Tag eher auf bequem, als auf hübsch. Wie gesagt, schöne Menschen entstellt sowieso nix. Also die Kontaktlinsen des Satans wieder in die Augen gestopft, in das neue Kleid von Tantchen geschlüpft und ein bisschen das Gesicht angepinselt. Dazu noch gleich die neuen Glöckchen vom MPS um den Hals gewickelt und ab dafür.

Und schon wieder der Ausweichparkplatz. Egal, dieses Mal trug ich die Schuhe mit den gelben Nähten. Die sind bequem, damit geh ich Kilometerweit ohne zu nölen. Bequemes Schuhwerk war an diesem Tag hochessentiell, da ich gedachte mich zu Beginn der Konzerte irgendwo gut zu positionieren und dort erst am Ende des Tages wieder zu verschwinden. So war jedenfalls der Plan..

Das Wetter jedoch war garstig und hatte andere Pläne. Der Plan des Wetters sah vor, pünktlich zu Anfang des ersten Konzerts einen Wolkenbruch loszuschicken. Das war ärgerlich, aber man ist ja hart im Nehmen, stellte sich irgendwo unter und ging los, als es etwas weniger regnete. So handelte auch ich. Aber dieses garstige kleine Wetter war ausgesprochen tückisch. Erst lies es den Regen wieder etwas abebben, damit er pünktlich zum zweiten Konzert wieder so heftig werden konnte, dass man sich freiwillig vor die Bühne stellte, denn das ist der einzige überdachte Platz des Amphitheaters. Dem Himmel sei Dank, wurde es aber auch noch windig, so dass es vollkommen egal war, dass Tantchen, Freund und ich uns vor der Bühne unterstellen konnten, denn nass wurden wir trotzdem. Total angenehm, wenn einem von rechts in regelmäßigen Abständen eine Tonne Wasser ins Gesicht schwappt. Egal. Man stand vor der Bühne, man war jetzt Hardliner. Die Konzerte waren soweit auch alle recht gut. Der Sänger von Stahlmann schien nicht so viel Bock zu haben zu singen und quatschte stattdessen lieber irgendwelches Zeug oder motivierte unnötiger Weise das Publikum, was ich wirklich Schade fand, denn ich war eigentlich gekommen, um den Hampel singen zu sehen und zu hören. Quatschen kann der gefälligst zu hause.

Stahlmann

Stahlmann in Action

Versteht mich nicht falsch, ich finde es während eines Konzerts gut und wichtig, dass das Männlein, wegen dem alle vor der Bühne stehen und gucken, ein bisschen Kontakt zum Publikum pflegt, wenn man aber nur eine halbe Stunde Spielzeit hat und die ersten 5 Minuten damit zubringt noch einige Kinderkrankheiten aus der Technik auszumerzen und dann noch weitere 10 Minuten sinnlos sabbelt, dann ist das irgendwie ärgerlich.

Bis zum frühen Nachmittag standen wir vor der Bühne, bei beständigem Dauerregen und ekelhaftem Wind, der mich langsam etwas frösteln lies. Ist ja nicht so, als hätte ich besonders viel angehabt. Tantchen war zum Glück so nett und gab mir eine Regenjacke, so dass ich während der Spielzeit einer Band, die ich nicht zwingend hatte sehen müssen, zum Auto gehen und meine eigene holen konnte. Während dem Fußmarsch zum Auto überlegte ich schon ernstlich, ob sich überhaupt lohnen würde noch weiterhin zu bleiben, denn auch meine Tante spielte schon mit dem Gedanken das Festival vorzeitig zu verlassen. Kein Wunder, der viele Regen zermürbte regelrecht das Gemüt. Es ist für gewöhnlich Tradition, dass das Wetter ein einem Tag richtig gut ist und am anderen mies, aber so schlimm habe ich es bisher noch nicht erlebt. Ich begann darüber nachzusinnen, ebenfalls früher wieder heim zu fahren und holte mir Rat bei der liebsten MibiFee. Diese antwortete auf meine SMS nur, dass sie gerade auf die Autobahn gefahren wären.

Funker Vogt

Der Funker Vogt

Nachdem ich meine Jacke übergeworfen hatte und wieder zum Festivalgelände zurück gelatscht war, fragte ich Tantchen nach ihrem Plan, der da war, erst noch schnell shopping und dann noch schneller nach hause. Ok, somit hatte ich nicht mehr viele Gründe zu bleiben.

Die Bands noch, natürlich, aber übrig blieben
Agonoize, die will man einfach nicht von vor der Bühne aus sehen, weil man sich danach das Kunstblut und Kunstsperma aus den Haaren kratzen darf,
dann Saltatio Mortis, die hatte ich die Woche davor ja nun zu genüge gesehen,
Combichrist, auf die hätte ich mich wirklich gefreut, aber die habe ich bereits so oft live gesehen, dass es auf das eine Mal nicht angekommen wäre und
In Extremo. Joa..die hätte ich mir angesehen, weil sie eben da waren. Nix, wofür ich mich noch stundenlang hätte nass regnen lassen. Außerdem sehe ich die, glaube ich, nochmal auf einem anderen Festival, wenn ich nicht irre.

Also verabschiedete ich mich von allen und machte mich auf den Weg zum kleinen Dicken. Ich fuhr nicht gleich nach hause sondern trudelte irgendwann gegen Abend ein, bestellte Pizza und machte mir einen gemütlichen Abend. Der Regen hatte zwischenzeitlich wieder aufgehört, aber extra zurückfahren wollte ich auch nicht.

Hardliner bei Regen

Hardliner bei Regen

Ich finde es zwar schade, dass dieser Tag buchstäblich ins Wasser fiel, aber was will man machen. Irgendwas ist ja immer. Auf ein Festival kann ich mich noch freuen. Es sollten eigentlich zwei werden, aber eines habe ich wieder storniert, weil ich an dem Wochenende lieber zu Gisbert und Hedwig fahre.

Wer sich nun fragt, wo die versprochenen Bilder sind, die hau ich nachher in einen separaten Post. Oder ich bastel sie nachträglich noch rein. Oder beides. Ich schau mal. Nun bekommt ihr erstmal was zu lesen. 😉

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2 Gedanken zu “FestivalFee – Es wird nass

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