ÜberraschungsFee

Muahaha ich bin so ultra.

Wochenlang habe ich geplant, Gisbert zu besuchen. Naja, geplant habe ich es eigentlich an genau zwei Tagen. Den Rest der Zeit war ich damit bemüht, nichts zu verraten und immer neue Geschichten zu erfinden, wann ich sie denn endlich besuchen käme und wieso ich immernoch keinen Urlaub bekommen hätte und all sowas. Das war so schwer. Innerlich habe ich mich fast blöd gefreut. 😀

Der Plan war wiefolgt. Meine Festivalbegleitung wollte gleich nach dem Blackfield weiter zu Gisbert düsen. Gemeinsame Bekannte sind so was schönes. Nun hatte ich überlegt, dass ich ja einfach mal nach Urlaub fragen könnte, um dann die paar Tage mitzufahren. Natürlich habe ich Festivalbegleitung erst gefragt, ob sie vielleicht etwas dagegen hätte, wenn ich mitkäme. Dem war aber nicht so und Urlaub bekam ich, oh Wunder!!, für die Tage auch. Der Plan stand.
Am Dienstag nach dem Blackfield (der Montag danach ist einfach immer der Regeneration vorbehalten 😉 ) ging es los. Festivalbegleitung kündigte an, via Fahrgemeinschaft bei Gisbert aufzuschlagen. Das ich nun einmal diese Fahrgemeinschaft sein sollte, blieb verborgen.

Etwa 300 Kilometer später waren wir da. Ich versteckte mich hinter einem Busch, Festivalbegleitung ging zur Tür, um sich anzukündigen. Von meinem Platz aus konnte ich erkennen, wie sie sich begrüßten und wie sie sich auf den Weg in meine Richtung machten. Wohl unter dem Vorwand, das Gepäck von Festivalbegleitung zu holen.

Und dann stand ich da und Gisberts Gesicht war ziemlich eindrucksvoll. Eine Mischung aus Überraschung und der absoluten Verwirrung. Aber gefreut hat sie sich. Und ich mich auch 🙂 Endlich musste ich nicht mehr die Klappe halten.
Wir verweilten nur kurz im Hause Zartbitter, denn Gisbert schlug vor, gleich mal bei Hedwig auf der Arbeit nach dem Rechten zu sehen und ihn ebenfalls mit meiner Anwesenheit zu überraschen. Dort angekommen war die Überraschung tatsächlich recht groß und ich freute mich, dass auch das Tierchen zugegen war. Es war ein freudiges Wiedersehen mit Hedwig, dem Tierchen und seinem Bart.
Nach einiger Zeit machten wir uns alle auf zum Hause Zartbitter, um uns von Gisbert bekochen zu lassen. Auch das Tierchen war mit von der Partie.
Und dann passierte es.

Ich bin wirklich so strunzmäßig blöd. Ich parkte neben Tierchens Auto, ließ ihn zuerst zurücksetzen, damit ich besser aus der Parklücke rauskomme und fahr ihm beim zurücksetzen des kleinen Dicken in die Karre. Darf ja wohl nicht wahr sein. Und wieso? Weil ich Hirn nur für einen Augenblick allein gelassen habe. Festivalbegleitung sprach mit mir, ich sprach zurück und Hirn war allein. Hirn war allerdings der festen Überzeugung, dass Tierchenm nachdem er nun zurückgesetzt hatte, auch unmittelbar danach weiterfährt. Dem war aber nicht so, das hatte ich aber nicht gesehen, weil ich gerade beim sabbeln war. Ich hörte nur irgendwann ein -Krach- und dachte mir „Ach man..“. Ich fuhr weniger als Schrittgeschwindigkeit, bin also quasi nur von Tierchens Auto abgeprallt, aber kacke wars trotzdem.
Vor dem Hause Zartbitter, fragte ich erstmal, wie groß der Schaden, den ich da verursacht hatte, wäre. Das Resultat: Ein Kratzer im Hinteren Kotflügel. Eine Delle habe ich nicht gesehen, möchte aber nicht ausschließen, dass sie vorhanden war. Ich stand unter Schock. Und peinlich war es mir auch. Ist es mir immernoch. Ich bin so eine Hohlbirne, echt mal.
Der Schaden am kleinen Dicken: Eine Delle und ein paar Kratzer. Alles in allem wohl mehr Lack-als Blechschaden.

Falls du mitliest, liebes Tierchen: Tut mir echt wirklich leid, dass ich dir in deine Karre gefahren bin. Es war wirklich lieb, dass dein Bart mich deswegen nicht gefressen hat.

Nach diesem, ich möchte es mal Erlebnis nennen, gingen wir hinein und kümmerten uns um das Essen. Gisbert und ich in der Küche, Hedwig, Tierchen und Festivalbegleitung draußen an einem, joa, was war das..Miniaturgrill.
Hedwig und Tierchen, die geballte Ladung Testosteron, saßen um einen Grill, der nicht größer war als ein größeres Buch. Noch dazu wedelten sie abwechselnd mit irgendwelchen Dingen vor dem Grill herum, um die, sich darin befindliche, Kohle anzuzünden. Ein Anblick zum Niederknien.

Der Abend gestaltete sich noch recht fröhlich und wir hatten alle viel Spaß.

Am Tag darauf setzten Gisbert und ich die Festivalbegleitung irgendwo im Königreich „Am Arsch der Welt“ ab, damit diese ihren Belangen nachgehen konnte. Währenddessen pilgerten wir Mädels zum schwedischen Möbelhaus. Wenn man bedenkt, dass wir vorher keine Ahnung hatten, wo sich dieses befindet, haben wir es verdammt gut und auch verdammt schnell gefunden. Und das alles ohne Orientierung. 😉 Dort angekommen, taten wir das, was Frauen im schwedischen Möbelhaus eben so tun. Gucken.

Und beim Gucken erblickte ich sie. Meine schwarze Calla. Die pornöseste Blume, wo gibt. Klar, dass ich die gleich mitnehmen musste. Das ich aktuell etwa 300 km weg von zu hause war, fiel mir erst ein, als ich sie bereits gekauft hatte. Na egal. Irgendwie würde ich das Teil schon lebend nach hause bekommen. Hat übrigens gut geklappt.

Pornoblümchen

Die restliche Zeit spare ich nun mal aus. Es war schön, mal wieder im Hause Zartbitter/Vollnuss zu residieren. Hedwig wollte mich gar nicht mehr weg lassen. Klar, wir hatten schließlich ein paar schöne Tage. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass Hedwig Bashing wie Fahrradfahren ist. Man verlernt es einfach nicht. 😉

Ich freue mich schon riesig auf das nächste Mal.

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3 Gedanken zu “ÜberraschungsFee

  1. Ich ärgere mich so im Nachhinein, dass ich sie mir nicht auch geholt habe. Oder dass ich mir nicht noch so 2-3 Bambusstangen mit Vase für mein Bad geholt hab.
    Ohja… es war mal wieder ein Fest mit Ihnen, Madame Fee.

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