Besuch für Hedwig II

Hallo, ihr Lieben,

da bin ich wieder. Weder frisch, noch munter habe ich mich gestern abend wieder im Feennest eingefunden. Eins möchte ich gleich anmerken: Mein Vorhaben, ein Wochenende lang lieb zum Hedwig zu sein, ist kläglich gescheitert. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich auch nicht sonderlich bemüht habe, mein Vorhaben umzusetzen.

Freitag, nach der Arbeit, machte ich mich auf. Dreiviertel der Strecke hat es gepisst, wie aus Kübeln, so dass ich nicht besonders schnell voran kam und auch glatt eine Stunde zu spät im Hause Zartbitter/Vollnuss aufschlug. Als ich durch die Tür kam, war Hedwigs Überraschungsparty bereits im vollen Gange und ich wurde bereits vermisst. Viele, mir unbekannte Menschen, hatten sich eingefunden, um zu zelebrieren, dass es das Hedwig wieder geschafft hat, ein Jahr älter zu werden.
Irgendwann am frühen nächsten Morgen, gingen auch die letzten Gäste, das Tierchen und seine gar bezaubernde Freundin und wir drei machten uns daran, erschöpft ins Bett zu fallen. Naja, ich bin mehr erschöpft auf die Couch gefallen, aber weil die Couch super ist, darf man da nicht kleinlich sein. Während der paar Stunden Schlaf, nutzte eine Mücke die Gunst der Stunde, um mich zu stechen. In den Po. Leider habe ich das blöde Vieh nicht erwischt.

Zeit zum Schlafen gab es nicht viel, denn nur einige Stunden später geisterte schon Hedwig wieder durch die Wohnung. Um Giesbert ein bisschen Arbeit abzunehmen und weil wir ohnehin schonmal wach waren, räumten wir das gröbste rasch auf, um uns dann versumpfend auf der Couch niederzulassen und ein zwei Gänge Frühstück aus den Resten des vergangenen Abends zu uns zu nehmen. War lecker.
Später am Tag machten Gisbert und ich uns auf und kauften einige Dinge für den nächsten Tag ein. Im Anschluss darauf wollten wir eigentlich in die Stadt fahren, da ich von dieser noch nicht viel gesehen hatte, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung, weswegen wir wieder zurück ins Hause Zartbitter/Vollnuss fuhren und auf den Abend warteten. Am Abend dann, machten wir uns auf den Weg in die Kneipe der Hoffnungslosigkeit. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass wir vorher Döner aßen, der gar köstlich war. Eine Empfehlung von Hedwig. Den Abend verbrachten Gisbert und ich dann in der Kneipe der Hoffnungslosigkeit. Kurz stieß auch Hedwig zu uns, doch war das arme Hedwig noch so geschafft von seiner Überraschungsparty, dass es sich frühzeitig verabschiedete, um zu hause schonmal das Bett anzuwärmen.
Gisbert und ich blieben zurück und machten uns einen schönen Abend, in dessen Verlauf ich auch endlich meiner Existenz einen Sinn geben konnte, da ich endlich in den Besitz eines Kneipen TShirts gelangte. Ich bekam es sogar von Herrn Wirtschaft geschenkt! Alles was ich dafür tun muss ist, mich in Feenstadt vor einem bekannten Gebäude zu positionieren, ein Foto davon zu machen und es bei Facebook hochzuladen. Das schaff ich. Ich weiß nur noch nicht wann und wo. Und einen Dummen, der mir ein Foto macht, habe ich auch noch nich gefunden, aber ich bin zuversichtlich. Ein Foto vom Tshirt werde ich heute abend auch noch machen, damit ihr sehen könnt, was den Fortbestand meiner gesamten weiteren Existenz gerettet hat.

Am späteren Abend machten wir uns dann auch wieder auf gen heimisches Bett, bzw. heimische Couch, jedoch nicht, ohne noch einen kleinen Umweg zur goldenen Schwalbe zu machen und uns eine Portion Fast Food zu Gemüte zu führen. Hier erheiterte mich ein Sklave der goldenen Schwalbe, als er mir mitteilte, dass die bestellte Apfeltasche frisch und daher noch „ein wenig warm“ wäre. Eine Apfeltasche, die gerade aus der tausend millionen tausend Grad heißen Fritteuse kommt, als ein wenig warm zu bezeichnen, ist wohl in etwa das gleiche, wie jemanden, der sich von einer hohen Klippe schmeißt und als Häufchen Matsch unten ankommt als ein bisschen tot zu bezeichnen. Fand meine Zunge im Übrigen auch, als sie mit der ein wenig warmen Apfelmasse in Berührung kam und gleich darauf beleidigt ihre Dienste versagte, weil wegegekokelt. Ist ja nicht so, als hätte mich der Sklave nicht gewarnt.

Daheim angekommen, verweilten Gisbert und ich noch ein wenig auf meiner Schlafgelegenheit, wo ich damit beschäftigt war, eine ihrer Ratten ins Koma zu kraulen, bevor wir uns auch zum Schlafen verabschiedeten.

Das Erste, was ich am nächsten Morgen mitbekam, war ein hektisches Hedwig, welches vegessen hatte, sich den Wecker zu stellen und es deswegen ein bisschen eilig hatte zur Arbeit zu kommen.
Als Hedwig weg war, fochten Gisbert und ich einen erbitterten Wettstreit im Kampfgammeln aus, ein Sieger konnte nicht bestimmt werden, bevor sie sich an die mittagliche Verköstigung machte und uns sehr leckere Sandwiches zubereitete. Auch die Fortsetzung des Kampfgammelns, blieb ohne erkennbaren Sieger. Am frühen Nachmittag stand auch Hedwig wieder in der Tür, welcher extra früher Feierabend gemacht hatte, um meine Anwesenheit noch etwas genießen zu können. Blöd für ihn, dass Gisbert und ich bereits mit der Couch verwachsen waren. Am späten Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen und ich machte mich wieder auf den Heimweg.

Was war das wieder ein schönes Wochenende. Ende nächsten Monats fahre ich wieder hin, denn dann kommen meine bestellten Grünlinge an. Aber auch dieses Mal haben ein paar Grünlinge ein neues zu hause bekommen. Nämlich einige Schlauchpflanzen, die hoffentlich das Viehzeug aus meiner Bude wegfressen, so sie denn überleben. Außerdem züchte ich mir eine kleine Chilipflanze selbst.

Mal sehen, ob das klappt.

2 Gedanken zu “Besuch für Hedwig II

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