Wenn der Flow fehlt..

Bloggen macht keinen Spaß, wenn der Flow fehlt.

Entweder, man hat tausend millionen tausend Themen, über die man schreiben könnte, aber findet weder die Worte, noch den richtigen Rhythmus, diese zu kanalisieren und auf den Bildschirm zu bringen, oder man hat genügend Worte, aber findet kein Thema, in das man sie gewinnbringend einfügen kann.

Heute ist so ein Tag, an dem der Flow fehlt. Ich finde meinen Rhythmus beim Schreiben nich. Worte, sowie Thema sind zwar grundsätzlich vorhanden, aber statt in geordneten Bahnen vor sich hinzufließen, bestürmen sie meinen Kopf und schwappen einfach nur hin und her. Ein großer Haufen Wortbrei, der zwar raus möchte, aber den Eingang so verstopft, dass am Ende überhaupt nichts mehr geht.

Ich beginne hochmotiviert über ein Thema zu schreiben und höre abrupt wieder damit auf, weil es ganz plötzlich einfach nicht weiterfließt. Dann lösche ich alles geschriebene und beginne etwas neues, doch da verhält es sich genau gleich. Irgendwann gerate ich ins Stocken und weiß nicht mehr weiter. Die Worte sind da, aber sie lassen sich in keine Form bringen, die mir gefällt und mit der ich zufrieden wäre.

Wenn es fließt, ist es toll. Ich muss Hirn gar nicht lange bemühen, außer ihm vielleicht sagen, wie man die Hände so über die Tasten bewegt, dass das Ergebnis Worte auf dem Bildschirm sind. Wort für Wort fließt mir aus den Fingern und am Ende muss ich höchstens ein paar Tippfehlerchen korrigieren oder ein Wort durch ein bedeutend eloquenter klingendes ersetzen, um einen schönen Post zu haben, den ich publizieren kann.

An Tagen wie heute kann ich froh sein, wenn ich es hinbekomme meinen Namen richtig zu schreiben. Hier fließt gar nichts. Der fließende Wortbach ist zu einem modderigen Etwas versiegt und dümpelt stinkend und irgendwie glitschig vor sich hin. Was soll man denn da vernünftiges bloggen?

An Tagen wie heute, kommentiert es sich auch nicht gut. Nichtmal dafür wollen die Worte sich gesittet einreihen. Viele Posts habe ich heute schon gelesen, viele davon gut, viele davon durchaus kommentierenswert aber sobald ich ansetze und meiner Anerkennung Ausdruck verleihen will, höre ich in meinem Kopf das leise Pffffffffffffffffff von heißer Luft und sehe eine Herde Rosen von Jericho vor meinem inneren Auge durch meinen Kopf rollen. Ab und zu zirpt auch mal die ein oder andere Grille, es ist ein Trauerspiel.

Wohin ist die Bloggermuse mit dem Flow verschwunden? Kommt sie wieder? Bringt sie Kekse mit oder setzt sie mir den Flow einfach wieder total verranzt vor die Tür und ich kann sehen, was ich mit ihm anfange?

Wem gibt man die Schuld für fehlenden Flow?
Wenn ich sie jemandem geben darf, dann gebe ich sie dem Wetter. Es ist einfach zu warm. Es bloggt sich wohl einfach nicht gut, wenn Hirn kurz vor der Denatrierung steht.

Und noch ein Problem tut sich auf, dass mich davon abhält meinen Flow zu finden.

Die Schafe stehen wieder auf der Wiese und mit jedem Windstoß, der mein Labor mit kühler Luft beglückt, weht auch eine ordentliche Portion Schafsmief hier rein. Mein Labor riecht wie ein Streichelzoo und dazu ist es tierisch heiß und das macht es gleich doppelt miefig.

Wie soll man da was Vernünftiges bloggen?!

12 Gedanken zu “Wenn der Flow fehlt..

  1. Wie soll dir bei Streichelzoomief auf etwas Gescheites in den Kopf kommen bzw. da bleiben und sich ordnen?
    Am besten am Wochenende an eine ruhige, schattige Stelle an einem See fahren und dann wird es nur so flowen… :o))

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