Einfach nur durch

Ich habe soeben den Beweis erbracht, dass ich vollkommen durch bin. Aber sowas von.

Ich gehe, ganz wie gewohnt, meiner Arbeit nach und laufe so durchs Laborchen, da fängt es plötzlich von irgendwoher an zu piepsen. Wenn es irgendwo piepst, krieg ich ja schon Herzflattern und Adrenalinschub. Kurz: Stress, denn das heißt, es ist irgendwo irgendwas nicht in Ordnung.

Ich renne also, wie eine bekloppte, durchs Labor, um das ominöse Piepsen zu orten.

Gerinnungsgerät: Check
Blutbildgerät: Check
Großgerät: Check
Wassersensor: Check
Zentrifuge: Check
Kühlschränke: Check

Alles ist tiptop Ok. Nichts kaputt, keine Lecks, keine Fehlermeldungen, Nix..Aber dennoch piepst es, wo kommt das her?!

Auf dem Flur ist auch alles in Ordnung und von da kommt das Piepsen auch eigentlich gar nicht.

Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir dann, was da so rumpiepst und mich in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Da steht, genau vor meinem Fenster, ein großer Umzugswagen und ist gerade im Begriff zurückzusetzen. Und wenn LKW zurücksetzen, was passiert dann?
Genau, es piepst…ich bin so bescheuert.

Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings anführen, dass es erstens noch viel zu früh für mich ist und ich noch meilenweit von wirklich wach entfernt bin und zweitens sind die Jalousien an all meinen Fenstern unten, damit es hier nicht so heiß wird. Ich konnte also eigentlich gar nicht nach draußen gucken.

Ich weiß, das sind alles nur Ausreden. In Wahrheit bin ich einfach nur durch.

6 Gedanken zu “Einfach nur durch

  1. Ach, ich hätte jetzt deinen eigenen Handywecker erwartet. Der LKW ist doch noch echt harmlos😀
    Mir kam gerade allerdings ein schrecklicher Gedanke… woher kommt die Laborgeschichten, wenn du nicht mehr Laborfee bist?

    • Der Handywecker dudelt ganz laut das Opening von Saber Rider. Den hätte ich ganz sicher erkannt.😀
      Ich werde so schnell wie möglich, auf 400 Euro Basis (mehr darf ich mit Bafög, sollte ich denn welches bekommen, nicht und mehr wäre vermutlich auch rein vom Aufwand her nicht drin) weiter im Labor arbeiten. Erstens, weil ich gern im Labor bin und zweitens, weil ich für den Arbeitsmarkt attraktiv bleiben will, sollte ich das Studium aus irgendeinem Grund vorzeitig abbrechen müssen. Es wird also weiterhin Laborgeschichten geben. Und ein paar Geschichten aus der Ausbildung und aus dem Labor, in dem ich vorher war, habe ich auch noch. Das klappt schon irgendwie. Ist nur ein kleiner Exkurs in die Uni Welt.😉

  2. Ein großes *LAAAACH* …herrlich, wie du in meinem Kopfkino eben hektisch und paranoid durchs Labor gefetzt bist..und dann der Blick aus dem Fenster.. ;o))

  3. Erinnert mich dran, wie ich mal mit beginnender Panik in meinem Büro hin und her bin, weils da angekokelt gerochen hat.
    Bis ich dann drauf gekommen bin, dass der Hausmeister gerade unter meinem Fenster das Unkraut mit dem Gasbrenner wegbrennt.
    Uff….

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