Das rosa ÜberraschungsEi des Bösen

CAVE: Der nun folgende Beitrag reflektiert ausschließlich meine unqualifizierte Meinung. Hierfür wurde weder recherchiert, noch wurden anderweitig irgendwelche Informationen eingeholt, die argumentativ von Belang wären. Ich möchte damit ausschließlich zum Ausdruck bringen, dass mir die Debatte, bezüglich der unten aufgeführten  Thematik missfällt. Jedoch liegt es mir fern irgendjemanden, der diese Meinung nicht vertritt, persönlich anzugreifen oder seine Meinung in Frage zu stellen. Ich bitte dies zur Kenntnis zu nehmen. Vielen Dank.

Ohje, was haben sich die Macher des allseits geliebten Ü-Eis da nur gedacht. So einfach ein Ü-Ei für Mädchen rauszubringen. Und dann ist das auch noch rosa! Skandal!! Und dann sind da auch noch Feen zum Spielen drin. Pfui sag ich da.
Dies hat natürlich alle Mütter weltweit in einem Ausmaß konsterniert, wie man es sich vermutlich nicht einmal vorstellen kann. Da sollen ihre armen Töchter doch schon wieder in eine Geschlechterrolle gepresst werden. Kann denn nicht einmal jemand an die Kinder denken?!
Im geheimen Hauptquartier der Feministinnen dieser Welt klingelt das rote Telefon sturm, alle Leitungen sind permanent belegt und die Drähte laufen heiß. Wie konnten sich die Ü-Ei Macher, zweifellos alles Männer, die wieder mal nicht darüber nachdachten, was sie der Frauenwelt mit ihren unbedarften Einfällen eigentlich antun, nur erdreisten, die Kinder jener, nun aufgelösten Mütter, derart zu diskriminieren?! Ihre Töchter, weil dieses Ei des Bösen sicher nur verdeutlichen soll, das sie gefälligst mit Puppen zu spielen haben und aufgrund dessen ihren Platz am Herd von ganz allein finden, die Söhne, weil es nicht auch ein blaues Ü-Ei nur für Jungs gibt.

Na gut, ich, als Mensch mit Geschwistern, finde es tatsächlich auch ein bisschen unfair, dass es das Ü-Ei nicht auch extra für Jungs gibt. Das liegt vermutlich daran, dass bei uns zuhause immer der Andere auch etwas bekommen hat, wenn es ein Geschenk gab. Würde auch nicht viel Sinn machen, denn dann wäre das ordinäre Ü-Ei, wie wir es alle kennen, ja abgemeldet.

Ich kann diese ganze Debatte nicht wirklich verstehen und habe eher das Gefühl, dass manch einer, der sich darüber aufregt, jedes Mädchen, das sich so ein Ü-Ei kauft, mehr diskriminiert, als es das Ü-Ei selbst je könnte. Immerhin werden diese für so umnachtet befunden, dass sie scheinbar nicht dazu in der Lage sind, zu entscheiden, ob sie ein Leben in der Küche oder (um mal bei der Blogthematik zu bleiben) im Labor führen möchten. Nur weil ein Mädchen auf rosa abfährt, kann es trotzdem schon noch geradeaus denken. Ist echt wahr, ich habs gesehen.

Ich möchte eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass ich diese Debatte absolut unnötig finde, denn es ist nur ein Ü-Ei. Viele der Mädchen werden es zwar ganz großartig finden, dass das Teil nun ein bisschen rosa verschnörkelt ist und sie nicht mehr Gefahr laufen müssen ein Auto zum Zusammenbauen in ihrem Ei zu haben, aber mindestens genausoviele werden es sicher so halten, wie ich es dereinst tat. Gucken, ob ein Figürchen drin ist, wenn ja, super, wenn nicht, wegschmeißen und sich an der leckeren Schokolade erfreuen.
Abgesehen davon ist vermutlich einer der Gründe, wieso man dieses Teil auf den Markt geworfen hat, einfach der, dass eben viele kleine Mädels es total super finden werden, dass das oben jetzt so toll rosa verschnörkelt ist und deswegen nölend vor der Quengelware stehen werden, um darauf zu bestehen, hier und jetzt so ein Ei gekauft zu bekommen. Die Macher haben (wahrscheinlich) einfach nur nach einer Möglichkeit gesucht, um mit so einem Ei noch mehr Kohle machen zu können und sie haben auch eine gefunden. Da hat sich niemand auch nur drei Sekunden Gedanken über irgendwelche Geschlechterverteilungen gemacht, sondern höchstens schonmal die Kohle gezählt, die das neue Ü-Ei bringen wird.

Aber ich glaube, in dieser Debatte sind bereits genug Worte gesprochen und geschrieben worden.

Am besten, die Mütter dieser Welt geben ihren Kindern nur noch kackbraune Bauklötzchen mit abgerundeten Ecken zum Spielen, damit sich demnächst niemand mehr auf den Schlips getreten fühlt.😉

13 Gedanken zu “Das rosa ÜberraschungsEi des Bösen

  1. Ich habe diese Diskussion noch gar nicht mitbekommen. Aber eigentlich diskriminieren doch die, die sich über die Diskriminierung aufregen? Gehen DIE nicht davon aus, dass das rosa Ü-Ei mit Feen & Co. als Inhalt nur für Mädchen gedacht ist? Steht irgendwo, dass Jungs das nicht kaufen dürfen? Heißt es irgendwo, dass Mädchen nur noch rosa Ü-Eier kaufen dürfen und die normalen Ü-Eier nicht mehr?

    • Ich stimme dir zu, wie gesagt, im Prinzip ist die ganze Diskussion irgendwie sinnlos. Vielleicht ein Überbleibsel des Sommerlochs. Alles sehr berechtigte Fragen. Ich glaube, der Aufreger entstand dadurch, dass in der Werbung extra erwähnt wird, dass es sich um ein Ei für Mädchen handelt. Ob allerdings auch ein Warnhinweis drauf ist, dass Jungs sich davon gefälligst fern zu halten haben, weiß ich auch nicht. Vielleicht sollte ich mal eins kaufen gehen.🙂

  2. Uh, den Artikel finde ich Super und er entspricht genau meinen Gedanken! Ich finde es einfach nur albern… alles sollte für alle erreichbar sein. Mir ist es doch wurscht ob da nun Feen oder sonst etwas drin sind… Es ist und bleibt ein Ei aus Schoki mit einem Spielzeug drin.
    Nur nervt das ganze einfach… Jungs werden extrem schief angeschaut und ihnen wir gleich eine Homosexuelle Neigung nachgesagt, wenn sie sich mit Rosa Dingen beschäftigen, oder Gott bewahre mit PUPPEN spielen…

    Jeder wie er es mag!

  3. Pingback: Ein Hoch auf… Teil 2 | Mein Wunschleben und Ich!

  4. Nach Angaben von Ferrero ist das ‚Rosa Überraschungsei‘ aus der Produktelinie ‚Kinderüberraschung‘ ein Ergebnis intensiver Marktforschung.
    Bei diesen Erhebungen, die auch Testkäufe durch zahlreiche Kinder und Erwachsene beinhalteten, stellte sich heraus, dass das Produkt ‚Überraschungsei‘ wesentlich besser verkauft und von der Zielgruppe akzeptiert wurde, wenn es genderisiert war. Insbesondere konnten dadurch Unsicherheiten im Vater-für-Tochter-Verkaufspfad beseitigt werden, welcher bei diesem Produkt (mit einem Marktanteil von 58%) der häufigste ist, so dass insgesamt dank einem stark verbesserten Zufriedenheitsgrad bei den Endkunden (Mädchen) wesentlich höhere Verkaufszahlen erzielt werden.

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