Post aus meiner Küche II – Ob dat wat wird?

Whoa, ich faules Stück. Gestern nichts geschrieben. Skandal!

Dabei war ich gar nicht faul. Ich stand nur den ganzen Tag in der Küche und habe Krams gebacken. Und nachdem der Krams fertig war, habe ich Deko gemacht. Und als die fertig war, hab ich mir den Backkrams, der in meinen Haaren und auch sonst überall hing, abgewaschen und danach bin ich ins Bett gefallen und war tot, bis heute morgen der Wecker klingelte.

Dafür ist heute fast alles fertig, für das Post aus meiner Küche Projekt. Ich hätte auch gestern schon alles fertig machen können, aber da meine Tauschpartnerin und ich ausgemacht haben, dass wir den Austausch persönlich vollziehen, und zwar morgen 😉 , habe ich nachher noch Zeit und es ist auch nicht mehr viel. Nur noch schnell Sößken zaubern und ab ins Reagenzglas damit. Mit Reagenzgläsern kann ich ja, Martin sei Dank, um mich schmeißen.

Am vergangenen Wochenende war ich also mal wieder Küchenfee. Ich hatte bis zuletzt Schiss bis hinten gegen, dass ich wieder Mist baue. Aber dafür, dass ich nichts von dem, das ich da gezaubert habe, je vorher gemacht habe, ist alles erstaunlich unfallfrei über die Bühne gegangen.

Los ging es Samstag Abend mit Baiser (bitte Behseh aussprechen). Der erste Versuch ist kläglich gescheitert, keine Ahnung wieso. Der zweite wurde dann aber richtig gut und es gelang mir sogar, die Masse noch einzufärben, damit sie in mein Farbkonzept passt. Da war ich stolz. Währen die Ohren nicht gewesen, hätte ich im Kreis gegrinst.

Als es daran ging, die Masse irgendwie in Form zu bringen, machte ich meine erste eigene Erfahrung mit Tülle und Spritzbeutel. Das klappte hervorragend und so erblickten ganz viele kleine BaiserBlümchen das Licht der Welt. Spritzbeutel verwende ich nun, glaube ich, häufiger.

Der große Nachteil am Baiser machen: Das Zeuch braucht ewig und drei Tage, bis es mal fertig ist. Da man es austrocknen muss, dümpelt es über Stunden im Ofen rum und für sowas habe ich ja so überhaupt keine Geduld. Es  fehlte nicht mehr viel und ich hätte meinen Ofen angeschrien. Bis nachts um eins habe ich Baiser getrocknet. Danach hatte ich so gar keine Lust mehr auf Baiser.

Sonntag mittag, nachdem ich aus dem Suppenloch gekrochen war, ging es weiter. ZitronenKäsekuchen im Glas war das erste angepeilte Ziel. Bis ich die Dinger etwa eine Stunde später aus dem Ofen nahm, hatte ich Angst, sie könnten nichts werden. Sind aber gut geworden. Während die Gläserkuchen im Ofen vor sich hinblubberten, bereitete ich bereits Teig und Füllung für meine selbstgemachten Kekse vor. Effektive Zeitnutzung ist alles, lernt man auch in der Ausbildung. Schachteln, wo es nur geht. Hat gut geklappt. Allerdings habe ich eine zu kleine Küche, glaube ich. Irgendwann litt ich unter ganz akuten Platzmangel.

Auch die Kekse sind was geworden, nach der Abkühlzeit wurden sie noch liebevoll von mir eingecremt und dann zum Doppelkeks befördert. Das Zeug ist so dermaßen süß, dass es einem die Schuhe auszieht, aber ich finde sie toll.
Ich glaube, mein Fresspaket hat ein bisschen was von Instant Diabetis, und wenn nicht das, dann immerhin Instant dicker Po. Ich hoffe, es trifft den Geschmack meiner Tauschpartnerin.

Als alles fertig war, ging es an die Deko, denn Präsentation ist schließlich alles. Da das Thema „Let’s Picknick“ ist, habe ich meinen Karton mit grünem Seidenpapier ausgelegt und darauf ein Stück Dekorasen gelegt. Den Rasen habe ich mit kleinen künstlichen Gänseblümchen dekoriert und darauf werden die verschiedenen Gläser gestellt. Drei sind es an der Zahl. Für jede Leckerei eins. Das Glas, in dem der Käsekuchen wohnt, habe ich mit Porzellanfarbe noch ein bisschen verziert, damit es nicht so schmucklos aussieht. Da ich die Farbe aber nicht im Ofen fixiert habe, kann meine Tauschpartnerin sie ganz einfach wieder abschrubben und das Glas dann weiterverwenden, wie es ihr gefällt. Ich denke ja mit.

Heute wird, wie gesagt, noch schnell ein Röhrchen voll Sößken gezaubert, das man zum Kuchen genießen kann und dann ist wirklich alles fertig.

Fotos habe ich natürlich auch gemacht. Aber die gibt’s in einem extra Post.

Jetzt muss ich erstmal ein bisschen arbeiten. Ich merke gerade schmerzvoll, dass die Sommerferien wieder vorbei sind. Eile ist geboten.

8 Gedanken zu “Post aus meiner Küche II – Ob dat wat wird?

  1. Es geht doch nichts über eine anständige Portion Hüftgold – die dann schwer schnaufend und schwitzend wieder abtrainiert werden will.
    Allein bei der Beschreibung krieg ich Hunger. Nein, eigentlich sogar HUNGÄR! mit ä! 😉

    • Ich habe einen Kniff verraten bekommen. Eine kleine Prise Salz beim Schlagen des Eiweißes dazu geben. Und den Zucker erst reinrieseln lassen, wenn das Eiweiß bereits steif ist. So hat es bei mir jedenfalls geklappt.

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