Ausflug nach Bad Strackistan

Moah ey, da ist man mal ein paar Tage nicht da,  schon sieht es auf dem Blog aus wie Kraut und Rüben und WordPress stampft kurzerhand die Verbindung zu Facebook und Twitter wieder zurück in den Boden. Und das Allerschlimmste daran ist, dass ich sie nichtmal ausgraben kann, weil ich auf der Arbeit weder zu Facebook noch zu Twitter gelange. Muss also bis zu hause warten, was mir und den Leuten, die mich ausschließlich darüber abonniert haben, mal gerade so überhaupt gar nichts bringt.

So, fertig genölt. Nun mal zum Wesentlichen hier.

Ich habe heute und morgen Helferleinfreie Tage, denn der ist mit Wohnortwechsel beschäftigt. Weil der nämlich in spätestens drei Wochen sowas von gar keinen Kopf mehr haben wird, um einen Wechsel des Wohnortes überhaupt auch nur in betracht zu ziehen, weil er nämlich vornehmlich damit beschäftigt sein wird, hier schreiend im Kreis zu laufen, hat er sich diese Woche zwei Tage Urlaub genommen, was mir wiederum Gelegenheit gibt, mich in meiner Misanthropie zu suhlen und den ganzen Tag die Klappe zu halten. Eine wahre Wohltat, sag ich euch. Und, wie man sieht, nutze ich die Zeit, die ich sonst mit sabbeln beschäftigt wäre, höchst effizient, um hier mal wieder ein bisschen was zu schreiben. Da habe ich abends so gar keinen Nerv mehr zu, wenn ich Helferlein den ganzen Tag mit Informationen zugeballert habe. Man sollte ja eigentlich annehmen, in so einem kabuffgroßen Labor, kann es gar nicht so viel zum Erklären geben, aber ich finde tatsächlich immer irgendwas und bin noch nichtmal annähernd damit durch. Ich muss dabei nämlich leider auch bedenken, dass er die Dinge, die ich längst verinnerlicht habe und deswegen automatisch mache, ja auch noch nicht beherrscht. Daher ist ab Mittwoch hier high life. Da wird er alle Kniffe an den beiden kleinen Geräten gezeigt bekommen. Am Donnerstag ist der große dran, denn da ist weniger los und wir haben mehr Zeit. Vielleicht baue ich ihm dann noch so ein Step by Step Tutorial, für die Anfangszeit. Aber nur, wenn meine soziale Ader sich zeigt, ich musste es schließlich auch ohne schaffen.

Hach, was hatte ich wieder ein schönes Wochenende. Ich pilgerte wieder mal Richtung „Am Arsch der Welt“, um Gisbert und Hedwig zu besuchen. Eigentlich müsste ich an dieser Stelle auch erwähnen, dass ich auch Nikkbert, den Allgegenbärtigen besucht habe, denn der ist mittlerweie fast sowas, wie ein fester bärtiger Teil des Inventars im Hause Zartbitter.
😉

Am Freitag, gleich nach der Arbeit, ging es wieder los. Irgendwann gegen halb zehn kam ich an, ohne vorher irgendwelche anderen Ortschaften besucht zu haben. Bei dem Navi weiß man ja nie. Dafür habe ich aber mindestens 12 bis 34 Baustellen passiert. Das nervt vielleicht. Macht die Fahrt gleich etwa eine halbe Stunde länger, weil man nur mit 60 da durch juckeln darf. Wenigstens gab es nur einen kurzen Stau. Seit dem Megastau auf dem Rückweg vom Mera Luna, reagiere ich etwas allergisch auf  Staus und mein Gluteus maximus schmerzt auch immer gleich viel mehr, wenn ich nur dran denke.
Aber irgendwann kam ich doch an und wurde gleich mit Hedwigs oft kopierter, doch nie erreichter Thunfischpasta und Gisberts selbstgemachten Eclairs verköstigt. Der Abend gipfelte in einer Partie Trivial Pursuit, zusammen mit Nikkbert und seiner bezaubernden Freundin und einer Flasche Tequila, deren Großteil den Abend nicht überlebte. Lustig wars. Ich habe das Spiel gewonnen und weiß nun, dass ich verdammt viel Tequila vertrage. Ich weiß allerdings auch, dass Tequila scheinbar leichter ist, als Luft, denn als ich im hackenstrammen Zustand aufstand, um Nikkbert zu verabschieden, erhob er sich und setzte sich in meinen Kopf, lähmte dort beinahe das gesamte Bewegungszentrum und stellte mich vor die Problematik, nicht zu wissen, wie ich von dem Sessel aus, auf den ich mich rettete, um nicht nach vorn umzukippen, zur Couch genau gegenüber gelangen sollte. Hat aber dann doch super geklappt.^^ Ist lange her, dass ich Tourist in Bad Strackistan war.

Samstag blieben wir tagsüber daheim und Nikkbert (ich sage doch..Inventar) brachte uns seine Schwester vorbei, die von mir etwas über den Beruf der Laborfee wissen wollte. Nachdem ich den Kater, den der Tequila mir netterweise da ließ, in einen Sack gestopft und ertränkt hatte, konnte ich ihr sogar eine kleine Kartoffel ans Ohr quatschen.
Abends ging es dann, traditionsgemäß, in die Kneipe der Hoffnungslosigkeit. Aber nur verhältnismäßig kurz, denn irgendwie herrschten dort Temperaturen, die ich sonst nur vom Labor kenne.
Wichtige Gleichung: Fee+ Gin/Tonic+ ekelhaft warmer Raum= Kurztrip nach Bad Strackistan.
Bei so warmen Temperaturen wandert mir der Alkohol sofort in den Kopp. Wird dann immer ein günstiger Abend. An der Luft verflüchtigt sich dieser Zustand aber wieder schnell. Zum Glück. Wir verlagerten unsere lustige Runde dann auch schnell zum, nicht weit entfernten, Dönermann und danach zurück auf die heimische Couch, wo wir den Abend ausklingen ließen.

Den Sonntag verbrachten Gisbert und ich dann, ebenfalls traditionsgemäß, mit Kampfgammeln. Kampfgammeln und essen, mit zwischenzeitlichem Haare färben. Unsere Begleiter für diesen Großevent waren diverse Meisterwerke aus dem Hause Disney, Eis und Griesbrei, der, extra für mich, vollkommen L-frei zubereitet wurde. Sprich, mit laktosefreier Milch. Das ich auch immer ne Extrawurst brauche.

Leider ging auch der Sonntag wieder viel zu schnell vorbei und so wurde es, nach einer weiteren vorzüglichen Mahlzeit, bald auch wieder Zeit für mich, den Heimweg anzutreten.

Also packte ich meine Vanillepflanze und meinen Hibiskus, die abzuholen, eins meiner Hauptziele waren, und machte mich auf den Weg nach hause, wo ich gegen Abend und nach diversen Staus auch endlich ankam.

Da meine rosa Zwergbanane immernoch nicht geliefert wurde, werde ich wohl nicht allzulange mit Abwesenheit glänzen. Auf die olle Banane warte ich jetzt seit Mitte Juli. Wenn ich Herrn Garten erwische, kann der was erleben. Ich will die blöde Banane jetzt haben. Muss der die erst rosa malen oder was?!

Die sollte eigentlich die letzten sommerlichen Wochen auf meinem Balkon heranwachsen und die Sonne genießen, so wie es sich für eine Banane gehört, stattdessen wird die wahrscheinlich im tiefsten Winter geliefert und muss in meinem Wohnzimmer ohne Sonne frieren. Nicht gut mitgedacht von Herrn Garten, muss ich sagen.

Und nun bin ich wieder hier und nutze die Helferleinfreie Zeit, um so viel zu schreiben, wie möglich, bevor ich Mittwoch wieder so leer gequatscht bin, dass ich nicht mehr weiß, was ich eigentlich schreiben soll.

Immerhin seid ihr nun wieder Uptodate.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s