Laborfee goes Dr. Fee

Ich habe den Blog schon wieder schwerlichst vernachlässigt. Diesmal habe ich aber wenigstens eine verdammt gute Ausrede. Aufgepasst:

Die Uni ging los. Naja eigentlich nur die Orientierungswoche. Wer aber schonmal auf so einem Campus war, weiß, dass da verdammt viel Orientierung nötig ist. Ich werde mich wohl in zwei Wochen immernoch verlaufen.

Der Montag war ein reiner Begrüßungstag. Alle Erstsemester wurden vom Uni Obermotz und vom Oberbürgermeister begrüßt, es wurden viele Filme zur Uni und zur Stadt gezeigt, die ein möglichst gutes Image vermitteln sollten und man bekam schonmal einige nützliche Tipps von einigen Studenten.
Danach gab es eine kleine Infoveranstaltung, bei der ich von einer Flut von Broschüren, Flyern und anderem Material hinfortgetragen wurde. Am Ende des ganzen fühlte ich mich geradezu totgequatscht. Was mich auch dazu veranlasste, den ganzen restlichen Tag mit Migräne flachzuliegen. Ein Spaß. Aber ich habe viel nützlichen Krams eingesammelt. Und Kugelschreiber. Kugelschreiber sind immer ein wertvolles Gut. Und ich habe ein Stressschwein abgestaubt. So ein Schaumstoffschwein zum Quetschen. Voll toll. Die Migräne danach, jetzt allerdings nicht so.

Dienstag ging es mit der Begrüßung der medizinischen Biologen weiter. Da denkt man, man sucht sich einen Kurs voller Nerds und wo landet man? In einem Kurs voller Weiber. Da hätte ich auch MTA bleiben können. Stimmt nicht, ein paar Y Chromosomen sind schon dabei. Und ich bin nicht die Omma unter all den Menschen. Wir haben unsere eigene Omma. In echt. Die is so an die 60. Bei schlechter Haltung könnte sie auch jünger sein. Das erleichtert mich ungemein.

Gestern gab es eine verdammt große Menge an Input und einen Raum voller Mulle.
Goldmulle, Silbermulle, Riesenmulle und Cururus. Alles Forschungsobjekte für Verhaltensforschung. Besonders angetan haben es mir die Cururos. Einfach nur niedliche Viecher mit einer eingebauten Alarmanlage. Die klingen sogar so, wenn sich Gefahr nähert. Ich will sowas haben!! Ich habe echt ein Herz für freakig aussehende Tiere. Ich stehe ja auch voll auf Axolotl. Von denen werden sicherlich noch welche in meine spätere neue Wohnung folgen.

Aber zurück zum Thema. Wir wurden zu den wichtigsten Orten auf dem Campus geführt, haben gezeigt bekommen, wie man Kohle auf den Studentenausweis lädt und wie man in der Mensa was zu futtern bekommt. Das Essen dort ist tatsächlich essbar, aber dank noch recht chilligem Stundenplan, noch nicht von Nöten. Wenn man am Tag nur zwei bis vier Stunden an der Uni ist, muss man nicht zwingend in die Mensa gehen. Dort ist das Essen zwar wirklich günstig, aber wenn man dort täglich isst, geht es schon ins Geld. Und ich bin nunmal geizig.

Danach gab es noch eine kleine Infoveranstaltung der Fachschaft und anschließend ging es nach hause, nur um sich nach ein paar Stunden wieder auf, Richtung Uni zu machen. Denn es folgte noch ein Kneipenabend mit der Fachschaft für Biologie und den Studenten für Biologie und Lehramt Biologie. Es war ein lustiger Abend, auch wenn ich recht früh wieder gehen musste. Wenn man noch eine Stunde nach hause fahren muss, sieht man zu, dass man zu einigermaßen christlichen Zeiten zu hause ist. Es war trotzdem ein schöner Abend und hat ein bisschen dazu beigetragen, sich schonmal ein bisschen kennenzulernen und auch ein neues Lieblingsgetränk habe ich dort kennengelernt. Kennt einer von euch Mexicaner? Wir waren alle so angetan von dem Gesöff, dass wir uns überlegt haben, eine Kneipe mit Reastaurant aufzumachen, in dem es nur Futter gibt, über das man Mexicaner kippen kann. Super Zeug, das wird mein Freund auf jeder Party werden.
Morgen geht es dann weiter. Da ist dann die nächste Infoveranstaltung und am Abend geht’s dann wieder zur Kneipentour. Dieses Mal mit den Medizinern.
Mit denen muss man sich gut stellen, wurde uns gesagt. Denn mit denen teilen wir uns ab dem zweiten Semester die Leichen und wenn wir etwas zu einem Organ wissen möchten, ist es immer gut, einen Mediziner an der Hand zu haben, der einem natürlich viel detallierter über das Organ berichten kann, als wir es im Studium lernen werden.

Wer nun aufgehorcht hat, ja, ich werde auch an Leichen arbeiten. Allerings muss ich nichts präparieren, das machen die Mediziner. Es geht nur darum, die verschiedenen Organe und Strukturen in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Da ich aber schon in der Pathologie war, wird das kein Problem darstellen. Ich werde auch Mäuse sezieren müssen. Dazu gab es schon ein paar Seziernadeln. Ich freue mich schon drauf. Ja, ich bin Freak genug, dass ich sagen kann, dass ich mich auch auf die Leichen freue. Bzw. auf ihr Innenleben.

Es fühlt sich komisch an, dass am Montag schon alles losgeht. Ich hoffe, ich starte gut ins Studium.

11 Gedanken zu “Laborfee goes Dr. Fee

  1. Ui. Herzlichen Glückwunsch zum Überleben der ersten Tage (auch wenns „nur“ die Einführung war). Aber da trennt sich schon die Spreu vom Weizen^^
    Ich durfte heute den Erstis was erzählen und ich finde es immer toll, wenn man mir mit großen Augen und Ohren zuhört *gg*

    • xD ja, so saß ich da vermutlich auch. Ich kam mir vor, wie in der ersten Klasse. Noch von nix auch nur den Hauch einer Ahnung. Ich bin auf die erste Woche gespannt.

  2. Hihi na dann mal viel Spaß!
    Ich hab vorgestern auch den Erstis was erzählt und freu mich schon auf die Kneipentour nächste Woche.
    Schnippelkurs steht bei mir dieses Semester an, allerdings nur Tiere. Als Vertreter der Säugetiere werd ich dann wohl ne Ratte aufschnipfeln. Und ja, ich freu mich auch drauf, das wird saucool werden😀

      • Bei uns gabs da so Spezialisten (lustigerweise waren die zwei auch Veggies), die schon allein beim Gedanken daran, ein (ehemals) lebendes Tier aufschnibbeln zu müssen, weiß wie die Wand wurden.
        Sehr cool: als es dann daran ging, waren die die ersten, die bis zum Ellenbogen im Viech drinsteckten^^

  3. Moin🙂

    Hmm… Biologie? Und Anatomie? Du solltest Dir die (nicht nur) wissenschaftlichen Werke einen gewissen Wichtes namens Helmut (Priv. Doz. Dr. Helmut Wicht, beim Herrn Senckenberg in Frankfurt tätig) mal googologisch anschauen.
    http://www.scilogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei wäre schon mal ein guter Einstieg, wo Du jetzt doch auch eine Alma Mater hast.

    Und Mulle? Liebenswerte Tierchen. Obwohl man den Nacktmull ja nicht umsonst generell als das häßlichste Nagetier der Welt einstuft🙂

    Fröhliches Büffeln }:-)

    • Oh ich danke dir. Ich werde gleich mal reinschauen. Ja die nackten Vertreter sind wirklich nicht besonders hübsch. Die Befellten allerdings sind schon niedlich anzusehen. Ich glaube allerdings, dass ich allergisch gegen die Biester bin. ^^

  4. Bei euch ist die O-Woche ganz schön früh…Fange dann auch schon Montag die ersten Vorlesungen an?
    Weil bei uns geht die O-Phase und die erste richtige Vorlesung erst am 22. Okt. los.

    • Ja, am Montag ist erster Vorlesungstag. An anderen Unis sind die schon seit Anfang des Monats dabei. Hätte auch nicht gedacht, dass das überall so unterschiedlich is.

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