Mädelsabend – Er ist noch nicht vorbei

Über den Moment, als er uns abholte, sagte Hedwig folgendes:

Als ich ankam und euch zwei da auf der Treppe sitzen saß, aufgerüscht und lächelnd, dachte ich noch „Yeah, die beiden hübschen Frauen da, die gehören zu dir.“, dann seid ihr aufgestanden und dümmlich grinsend zum Auto gewankt und ich dachte nur „Moah nee..die könnter echt beide behalten..“.

Gisbert und ich sind natürlich Strack bis hinten gegen. Wir haben uns unbemerkt richtig Druckbetankt. Das Unterbewusstsein hat uns bei der Gesellschaft vermutlich dazu angehalten, sich diese so schnell wie nur irgend möglich, schönzutrinken. Als wir erstmal im Auto sitzen und auf dem Weg heimwärts sind, schmieden wir den Plan, noch schnell am Fast Food Tempel „Zur goldenen Möwe“ zu halten, um die, nach solchen Abenden typischen, Cheeseburger käuflich zu erwerben. Natürlich kommt auch gleich wieder Hedwigs Dialog mit dem Umpa Lumpa zur Sprache. Und tatsächlich, der Umpa Lumpa ist zugegen, jedoch dieses Mal nicht für die Bestellungen verantwortlich. Ist trotzdem lustig.

Hedwig schilderte den Rest der Heimfahrt so:

Dann hab ich die beiden stracken Ollen im Auto und hör von meiner nur:

G: Ey Fee, Cheesy?!

F: Voll gut!

G: Hedwich, fahr uns zur goldenen Möwe! Cheesy!! Fee zahlst du?

F: Läuft.

Dann sitzen die beiden im stracken Kopf und ihren Cheeseburgern im Auto, machen sich natürlich nicht die Mühe, mit dem Essen zu warten, bis wir zu hause sind, sondern stopfen sich den ersten schon während der Fahrt zwischen die Kiemen und unterhalten sich auch noch dabei. Das heißt aber nicht, dass sie sich vorher die Mühe gemacht hätten,  zu kauen oder gar runterzuschlucken. In meinem Nacken merkte ich, wie mir kleine Cheeseburgerbröckchen an den Hals flogen. Und die eine Olle hat angeblich auch noch verstanden, was die andere ihr mit voller Futterluke sagen will…

Das ist natürlich eine maßlose Übertreibung. Wir haben uns zwar tatsächlich nicht die Mühe gemacht zu warten, aber dass ihm mein Burger stückweise in den Nacken geflogen sein soll möchte ich an dieser Stelle vehement dementieren! Unverschämte Behauptung, sowas.

Zu Hause angekommen, erzählen wir Hedwig von unserem Abend und dass ich von Gisberts Whisky probiert habe und ihn gar nicht so unlecker fand. Das findet Hedwig, als WhiskySammler, natürlich ganz grandios und kommt daraufhin mit einem Glas Whisky in der Hand zurück, den ich unbedingt probieren soll. Vorher instruiert er mich noch in der richtigen Probiertechnik. Ich rieche: Nichts. Nur Alkohol. Viel mehr schmecke ich auch nicht, naja schon, aber was ich schmecke gefällt mir nicht. Aber das liegt natürlich daran, dass meine Nase und meine Zunge noch Anfänger sind, was das Probieren von Whisky angeht. Um sie zu schulen, holt Hedwig gleich das zweite Glas und lässt mich probieren. Der schmeckt schon besser, wobei ich eigentlich immernoch nur Alkohol und Rauch rieche und schmecke. Kann aber auch am stracken Kopp liegen. Man tut ja bekanntlich auch nichts lieber, als Alkohol zu verkosten, wenn man bereits einen ganzen Abend gebechert hat.
Hedwig bringt mir noch zwei Gläser mit Whisky, von dem der eine eindeutig nach Fuß schmeckt, der andere aber schon ok ist. Wenn ich irgendwann kein Whisky Anfänger mehr bin, werde ich vielleicht noch Fän.

Ein wenig sitzen wir noch zusammen und unterhalten uns. Soweit das in Gisberts und meinem Zustand möglich ist und gehen dann ins Bett. Hedwig warnt mich vorher noch, das das komische eklige gelbe Zeug sehr heimtückisch ist und nochmal richtig hinterher knallt, wenn man am nächsten Tag Wasser trinkt. Zum Glück hab ich nicht viel davon getrunken. Zwei Tage weich im Kopp, fänd ich jetzt nicht so super. Irgendwann im Laufe der Nacht/des Morgens, wache ich auf mit einem Brand wie ein Brauereipferd. Kein Wasser zugegen, dafür ein Rest Cola. Cola bewirkt auch, dass das eklige gelbe Zeug nochmal nachknallt.
Vollsuff reloaded.
Zum Glück kann ich noch ein wenig schlafen.

Am nächsten Tag habe ich keinen Kater. Gisbert auch nicht. Kann nur daran liegen, dass wir entweder Zitrone und Salz, oder Multivitaminsaft zusammen mit Alkohol konsumieren.😉

Hedwig ist ein bisschen neidisch, weil wir schon wieder wie zwei junge Rehe durch die Wohnung springen.

8 Gedanken zu “Mädelsabend – Er ist noch nicht vorbei

  1. Absolut genial. Vor allem die „Whisky-Verkostung“.
    Aber das mit dem „keinen Kopp am nächsten Morgen“ kenn ich auch. Allerdings auch ohne zutun anti-alkoholischer Mittelchen😀

    • Ich weiß nicht mehr wie das heißt. Ich muss Hedwig nochmal fragen. Ich weiß nur, dass man das in Frankreich angeblich zum Frühstück trinkt. Und ja..es ist gruselig.
      Hedwig muss einem nur fast leid tun. Alles, was ich ihm antue, hat er verdient.😉

  2. Pastis bzw. ricard. Mit wasser ist es gefährlich am nächsten Tag, mit Kaffee knallt es 100%ig nach. weiß nicht was das ist. müsste man einen lebensmittelchemiker befragen.

    [schreibt es und trinkt seinen 10 Jahre alten Jura Single Malt Scotch Whisky von der westschottischen Isle of Jura, der definitiv nicht nach Fuß schmeckt ;-)]

  3. Also ich hab auch selten Kopp am nächsten Morgen. Liegt wohl daran, dass ich fast ausschließlich Whisky trinke. Single Malt, um genau zu sein.

    Einen, der nicht nach Fuß schmeckt – aber dafür gelegentlich nach Torf😉

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