Hotel Ratte

Whoa..heute war großes Käfigaufbauen angesagt. Meine Herren. Ich habe wirklich alle Emotionen durchlebt, die ich im Repertoire habe. Von dem Gedanken einen absoluten Fehlkauf getätigt zu haben, über Verzweiflung, über vorsichtigem Optimismus, bis zu “ Wenn das jetzt alles so hinhaut, kannst du damit echt zufrieden sein“. Jetzt bin ich fertig für heute und ich meine wirklich fertig. Ein Ingenieur ist an mir wirklich nicht verloren gegangen.

Schnell stellte sich heraus, dass es noch das einfachste Unterfangen war, die ganzen Einzelteile aus dem Keller zu schleppen. Oben angekommen machte ich mir ein Bild und theoretisch schien es ganz einfach zu sein. Vier Wände, ein Dach, vier Füße und vier Räder. Kann ja nicht so schwer sein. Doch plötzlich waren da zwei Bodenplatten. Irgendwie war das eine zuviel. Da begann dann das Puzzlen. Irgendwie machte nichts richtig Sinn, außer dass eine der beiden Platten der Boden und die andere das Dach ist. Hedwig vermutete das auch. Der hat das Teil ja schließlich auseinander gebaut. Aber irgendwie wollte der Boden einfach nicht passen. Also habe ich erstmal die Teile zusammengebaut, von denen ich wusste, wie sie zusammengebaut werden. Die Wände nämlich. War das ein K(r)ampf. Zwei Wände werden immer von einer Leiste zusammengehalten, leider sind meine Decken zu niedrig, weswegen es ein bisschen kompliziert war, die Leiste auf die Wände zu stecken. Mit stehenden Wänden ging es nicht, mit liegenden Wänden ging es auch nicht. Mit schrägen Wänden ging es dann, aber dabei habe ich mir fast einen abgebrochen. Meine Güte. Eine Leiste ist beim Abbau draufgegangen, weswegen ich zwei Wände mit Draht verknoten musste, aber wenn das das einzige Opfer ist, damit ich das Teil auch wieder abbauen kann, soll es mir Recht sein. Als der Rahmen stand und die Füße standen, war da noch ein Kreuz aus zwei Stangen. Das konnte eigentlich nur an die Räder gehören. Sagte auch Gisbert. Wir hatten Recht. Nachdem das Teil endlich stand, passte zum Glück der Boden auch endlich. So weit, so gut.

Einige Optimierungen müssen aber noch gemacht werden, ehe die Nacktschwanz Speckmäuse einziehen können.

Das Dach habe ich für nicht gut befunden. Es ist besagte Platte, plus zwei weitere für ein schräges Dach. Erstens kann ich so nichts in den Käfig hängen, weil keine Streben und zweitens kommt durch die Platten kaum Licht in den Käfig und das ist wirklich nicht Ratzenfreundlich. Das gefällt mir so nicht. Lasse ich das Dach aber weg, habe ich bald freilaufende Ratten, aber man weiß sich ja zu helfen. Ich habe noch ein Gitter eines alten Käfigs in meiner Abstellkammer stehen. Da knippse ich morgen ein schönes Dach raus. Sogar mit Tür. Das baue ich dann auch einfach mit Draht an den Käfig und dann ist das schön. Dann kann ich Hängematten und Hängeeimer reinhängen und kann auch mal von oben in den Käfig greifen, vorausgesetzt ich habe eine Trittleiter zur Hand.

Außerdem fehlen noch Etagenbretter. Zum Glück hat die MutterFee einen echten Narren an den fünfen gefressen. Sie hat nämlich recht emsig mitgeplant und hatte viele gute Vorschläge, wie man es den Herren nett machen könnte. So bekommen sie nun noch eine zweite Etage. Das kommt mir sehr gelegen, denn ich habe ein bisschen Schiss, dass die mal von ganz oben runterfallen. Das sollte für Ratten zwar kein Problem sein, aber wenn da überall Krempel am Boden steht und sie unglücklich fallen, ist das Geweine groß. Natürlich auf meiner Seite. Daher finde ich die Idee mit der Platte in der Mitte des Käfigs recht gut. Noch ein paar Etagenbretter, damit ich den ganzen schönen Rattenkrempel auch irgendwo unterbringen kann und der Verein was zu klettern hat und schon steht das neue Zuhause.

Ich hoffe, alles im Laufe der nächsten Woche fertig zu bekommen, damit die kleinen bald umziehen können. Langsam wird es denen zu eng.

Jetzt bin ich aber müde und habe Kopfweh, weil mein Auge immernoch kaputt ist. Ich hoffe, dass das bald wieder ok ist. Ich möchte ungern nochmal zum Augenarzt rennen.

Jetzt werden erstmal die Augen ausgeruht.

Es geht also fröhlich weiter, mit dem Bau von Hotel Ratte. Man darf gespannt sein, wie es am Schluss aussehen wird und ob die Nasen auch glücklich damit sind. Die haben natürlich glücklich damit zu sein, aber es wäre mir ganz lieb, wenn es auch tatsächlich so wäre.😀

5 Gedanken zu “Hotel Ratte

  1. Uh. Das hört man selten, dass Mütter ein Herz für Ratten haben. Aber um so besser – Rattensitter bei Exkursionen o.ä. sind immer geschickt^^

    • Sie ist da ziemlich zwiegespalten. Einerseits findet sie sie unglaublich niedlich, würde sie aber niemals mal hochnehmen, weil sie den Schwanz ganz furchtbar findet. Wie das bei vielen Müttern so ist.^^ Aber sie passt trotzdem immer mal wieder auf die Nasen auf. Da muss man ja nicht viel machen. Ab und zu mal den Napf füllen, Wasser kontrollieren und durchzählen, ob alle noch da sind. Und die beiden Knirpse werden auch gerade konditioniert. ^^

      • Noch ist die Größe der Mäuse und Knirpse etwas vergleichbar. Vielleicht liegts dadran – Kindchenschema und so^^

      • xD Das kann natürlich sein. Sie hat sogar angeboten morgen mit Dysprosium zum Tierarzt zu gehen, obwohl sie ihn dann anfassen müsste. Die Kette der Wunder reißt einfach nicht ab.😉

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