Casa McKnurps

Es ist endlich geschafft. Der Rattenkäfig ist fertig. Alles ist drin, inklusive der Nacktschwanzspeckmäuse. Da wird jetzt die nächsten Stunden erstmal alles emsig beschnüffelt und angetestet und aufgeräumt. Man ist mit meiner Vorstellung von Innenarchitektur ja nur selten wirklich zurfrieden. Heute bleiben sie noch in meinem Flur stehen. Morgen werden sie dann an ihren Platz in meinem Zimmer gerollt. Wenn ich den fünfen das heute auch noch antue, fallen die, glaube ich, vor Stress von der Stange.

Casa McKnurps - Rohbau

Casa McKnurps – Rohbau

So sah er aus, nachdem all das Holz fertig in den Käfig gebaut war. Vorher stand da nur der bloße Rahmen. Wie man sieht, habe ich den Nasen ein Obergeschoss gegönnt, übrigens eine Idee der MutterFee. Eigentlich gehört da ein Schrägdach aus Metallplatten drauf, aber da mir das zu viel Licht geschluckt hat und ich so den Hängeeimer nicht hätte reinhängen können, habe ich ihnen ein Dach aus einem anderen Käfig ausgeschnitten, habe nun eine nützliche Tür im Dach und die Ratzen einen Hängeeimer.

Das alles anzubringen hat tatsächlich den halben Tag gebraucht. Allerdings musste ich auch nochmal in den Baumarkt um ein neues Obergeschoss zu kaufen, weil das andere beim Nägel einhämmern aufgeplatzt ist.
Was hier los war. MutterFee, Stiefvater und die Knirpse. Während die beiden Elternteile alles zurecht sägten, standen die Kiddies vor dem Käfig und redeten auf mich ein. Und wollten unbedingt beim Umzug der Ratten, der ja noch lange nicht anstand, dabei sein. Wenn man sich schon um 05:00 Uhr aus dem Bett schälen musste, ist die Toleranzschwelle für sowas ganz verschwindend gering. Aber ich habe die Contenance gewahrt, die beiden sind schließlich noch klein.

Nachdem alles gesägt und befestigt war, ging es an die Inneneinrichtung. Rudel McKnurps war nicht amüsiert, als ich ihnen plötzlich den Käfig ausräumte. Ich habe mein Bestes gegeben, es ihnen schön zu machen.

So sieht das Endergebnis nun aus.

Casa McKnurps - Fertig zum Einzug

Casa McKnurps – Fertig zum Einzug

Und so sieht das Endprodukt aus. 1.30m Spielplatz für die Jungs. Viele Sachen zum Rumhängen, zum Schlafen und zum Klettern und Spielen. Viele, viele Leckereien überall, damit sie das neue Domizil gleich mit etwas positivem verknüpfen und viel Platz zum Buddeln gibt es auch.

Und am Ende haben die Zwerge den Umzug des Rudels dann auch miterlebt. Alles ein bisschen hektisch. Nachdem der ganze Käfig leer war und die Herren merkten, dass es nun nichts mehr zum Verstecken gibt, brach die blanke Panik im Käfig aus und 5 verängstigte Ratten einzufangen ist recht schlecht zu bewerkstelligen. Zum Glück gibt es die Malzpaste. Mit denen habe ich sie an die Tür gelockt. Hat bei vier von fünf Ratten auch funktioniert. Cobalt ist aber noch zu scheu und hat deswegen den Köder nicht geschluckt. Für ihn musste ich fast in den Käfig kriechen und ihn von der Wand pflücken. Wollte ich eigentlich nicht, aber ging ja nicht anders. Aber er hat es mir scheinbar nicht übel genommen.

Bisher wird noch alles noch recht ambitioniert erkundet. Das wird wohl auch den Rest des Abends noch so bleiben. Ich bin fix und alle und bin froh, dass endlich alles geschafft ist. Ich finde, das Ergebnis kann sich schon sehen lassen. Ich bin zufrieden. Wenn es den Herren McKnurps jetzt noch gefällt und sie sich wohl fühlen -und das obwohl die heißgeliebte Schlaufe fehlt- dann ist alles perfekt.

15 Gedanken zu “Casa McKnurps

  1. Geiles Teil. Würde ich glatt mit einziehen.

    Sollte ich mir auch nochmal Nasen anschaffen, dann baust du mir auch einen Käfig, ja? Ich tu mir dabei nämlich nur weh xP

  2. Oh wie toll!
    Dein Cobalt ist ein bisschen wie mein Pixel. Der will auch aus PRINZIP nicht. Und sowieso und überhaupt. Und dann muss ich ihn vom Käfig pflücken. Nur macht Pixel auch davor noch gerne die restlichen Bewohner komplett irre und scheucht sie auf. Wir haben ihm jetzt nen Beinamen verpasst. Pixel Panicman!
    Ich werde auch bald wieder innenarchitektisch tätig, da Rocky den Lieblingsplatz aller Anderen zerstört hat – jetzt muss ich den ersetzen. Damit sie ihn wieder zerstört. Und ich den wieder ersetzen kann.

    • So gibt man sich wenigstens nie der Illusion hin, es könne irgendwann mal langweilig werden. Ich hoffe Cobalt wird irgendwann etwas zutraulicher, damit ich ihm auch etwas mehr auslauf geben kann. würde ich ihn jetzt aus dem Käfig lassen, dürfte ich gleich noch einen Tag einplanen, um ihn wieder einzufangen, wenn ihn etwas erschreckt.
      Meine Herren waren die letzte Nacht auch wieder gestalterisch tätig. Sie waren mit der Schnur, die ich verwendet habe, um ihre Hängematte festzumachen, so gar nicht einverstanden und haben sie kurzerhand durchgenagt. Aber sonst wurde bisher alles für gut befunden. Sie freuen sich sichtlich über den Platz, den sie nun haben.

      • Das mit dem Auslauf (bei uns Freiflug) ist das auch so eine Sache. 2 meiner kleinen Stinker sind fast blind, sie sehen schlecht, was Flächen angeht, deshalb halten sie sich bevorzugt im Käfig auf, wo sie sich auskennen (deshalb bau ich auch fast nie um, das führt zu Unfällen). WENN sie aber dann doch mal mit raus wollen, dann muss ich theoretisch Taxi zurück zur Homebase spielen, weil sie den Eingang nicht mehr finden. Praktisch haben sie dann aber Angst und lassen sich nicht chauffieren. Gerne enden deshalb Ausflüge nach einigen Stunden verzweifelter Suche nach dem Eingang (aber nicht dass Vogel sich helfen lassen würde…) mit einer Zwangsrückführung von mir.
        Ich hoffe, dass Cobalt zutraulicher wird, damit er auch seinen Auslauf kriegt! Einen Tag zum Einfangen einer verängstigten Ratte einzuplanen, das wird man zeitlich nicht allzuoft geregelt bekommen😉

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