Silvester

Da hätte ich doch vor lauter Ratten beinahe vergessen, dass ich noch eine Urlaubsgeschichte auf Lager habe. Es war ja schließlich auch Silvester. Die erste Tageshälfte habe ich natürlich noch bei Gisbert verbracht. Wir waren einkaufen. An Silvester. Anarchie!! Als ginge die Welt spontan unter, sobald es 24 Uhr schlägt. Unfassbar. Dabei musste ich noch so absolut essentielle Dinge wie Steckmoos und Tequila kaufen. Beides brauchte ich für die zweite Tageshälfte, die ich bei der MibiFee verbringen sollte. Paaarty. Ich bin ja voll die PartyFee. Nein, bin ich nicht, aber ich freute mich trotzdem dauf. Da es sich um eine Mitbringparty handelte, habe ich Gisbert gebeten mit mir Cake Pops zu machen. Und weil ich weiß, was dem Feeerich gefällt, haben wir Cake Pop Brüste gemacht. Mit Piercing aus Zuckerperlen.

Möppen

Tadaaa!! Möppen aus Teig. Das Rezept findet ihr übrigens auf Gisberts Blog. Die sind lecker, sag ich euch. Sie sind auch super angekommen. Natürlich. Schließlich mag jeder Möppen.

Aber wie 300km im Auto transportieren, ohne dass es hinterher platte Möppen sind? Da kam das Steckmoos ins Spiel. Einfach in eine Transportbox gestopft, Stiele reingesteckt, Deckel drauf, läuft. Bzw. läuft eben nicht. Alle sind unversehrt angekommen. Leider bekamen einige aus unerfindlichen Gründen Risse, aber Möppen sind ja nur mit Silikon perfekt und Silikon isst sich so schlecht. Außerdem sollte man die ja futtern und nicht stundenlang angucken. Hat keinen gestört. Die muss ich unbedingt nochmal machen. Aber vielleicht nicht in Möppenform. Vielleicht mache ich ein Cake Pop Periodensystem. Quadratische Form, Glasur, Zuckerschrift..Das müsste doch gehen..Chemie lernen like a KitchenFairy. Ich muss Gisbert fragen, ob das geht.

Ich schweife ab. Zurück zum Silvester Tag. Nachdem alles eingetütet war, gings für mich ans Schönmachen. Das ging geschwind. Ins Kleidchen geworfen, vor die Schminkflinte geschmissen und Tadaaa! Schön war die Fee.

Und dann hieß es auch schon Abschied nehmen von Gisbert und Hedwig.
Drei Stunden fahrt lagen vor mir. Mit Durschnittstempo 98km/h, da ich das ganze Auto voller Rattenkäfig hatte, das Hedwig und ich vorher voll Tetris – mäßig hinein gepuzzlet hatten. Mein Gepäck wurde kurzerhand in die Lücken gestopft. Da ging wirklich nichts mehr rein. Und alles wackelte und knarzte. Wääää. Aber ich habe es geschafft. Alles heile angekommen, inklusive mir. Ich habe sogar einen Parkplatz gefunden. Naja, war eigentlich kein offizieller Parkplatz, aber der vor mir parkte da auch, also dachte ich mir, darf ich das auch. Ich war sogar ausnahmsweise mal nicht die Erste. Ein Freund des Feeerichs und Herr F. Bloom waren auch schon da. Begrüßung Begrüßung Begrüßung. Ich steh auf die Jungs. 😀
Noch schnell alle Mitbringsel deponiert, gedanklich schnell noch ankommen und dann war auch schon die Bude voll mit Menschen. Einige kannte ich schon, einige habe ich kennengelernt. Darunter auch einen Bekannten des Feeerichs, der leider des Deutschen nicht mächtig war. Hätte mir nicht mal eher einer sagen können, dass ich meine Fremdsprachenkenntnisse mitbringen soll? Dann hätte ich mich doch vorbereitet und den Rost von meinem Englisch gekratzt. So war das ja mehr Gestammel. Verständigung hat aber geklappt, vor allem da sich die Gespräche hauptsächlich um die Möppen drehten und darum mich zum Trinken zu animieren. Der hätte mich in nullkommanix abgefüllt, hätte ich ihn gelassen. Habe ich natürlich nicht.
Dann habe ich auch noch eine Lästerschwester vor dem Herrn gefunden. Großartig. Er und ich standen im Flur und zogen voll vom Leder. Ich bin absolut Fan. Wieso wohne ich noch hier? So tolle Leute wohnen woanders. 😀 Das hätte ich vor dem Studium wirklich besser durchdenken können. Mist!
Der Abend nahm seinen Lauf und es wurde Mitternacht. Und plötzlich war das neue Jahr da. Die MibiFee freute sich, dass sie nun schon fast ein ganzes Jahr im Süden war. Ich habe mich mitgefreut, obwohl ich sie hier schon manchmal vermisse.

Den Rest des Abends habe ich versucht Herrn F.Bloom davon zu überzeugen, dass es absolut essentiell für ihn ist, mit mir zu couchen, ist er doch mein Couchingmate Nummer 1. Leider ohne Erfolg. Ich war wirklich sehr betrübt. Aber zur Bushaltestelle habe ich ihn noch begleitet. Ich habe sogar den Weg wieder zurück gefunden. Das ist an sich keine Kunst, weil die nur zwei Straßen weiter weg ist, aber da ich ja chronisch orientierungslos bin, war ich dementsprechend stolz. Die restliche Nacht unterhielt ich mich mit verschiedenen Menschen. Erst darüber, weswegen man in der Mikrobiologie eigentlich die Bunte Reihe anwendet und ob man das tendentiell bei allen Bakterienarten machen kann (Medizinstudent), dann über Ratten und Pferde. Ich über Ratten, waren meine 5 ja schließlich schon reserviert und warteten auf mich, sie über das Pferd, dass sie sich gerade gekauft hatte. Tiernarren unter sich. Jetzt weiß ich endlich, wie ich aussehe, wenn ich von den Ratten spreche. Euphorie in jeder Pore. :DIrgendwann im Laufe der Nacht, forderte der Urlaub und das lange Aufbleiben am Vortag (Zitat Gisbert am morgen: „Wir müssen heute unbedingt früh ins Bett, wir müssen schließlich morgen früh raus.“ Zitat Gisbert, als es ins Bett ging: „Poah..halb vier. Na das war wohl nix mit früh. Gute Nacht.“) sein Opfer. Ich war hundemüde. Wenn man allerdings beim Gastgeber übernachtet, muss man warten, bis die Party vorbei ist. Dann wollte der FremdsprachenMensch wieder bespaßt werden. Mittlerweile natürlich Stramm wie eine Haubitze, aber lustig. Mit ihm und einem Bekannten von ihm sprach ich dann noch eine halbe Stunde über Whisky. Dank Hedwig bin ich ja jetzt quasi Kenner. Der Bekannte hat sich auch fast nen Kreis gefreut, weil er endlich jemandem von seinem Hobby berichten konnte und ich hatte jemanden, dem ich von meinen neuen Erfahrungen mit Whisky erzählen konnte. Er lud mich sogar zu einer Whiskyverkostung ein. Leider endet seine Klausurphase, wenn meine gerade anfängt, quasi jetzt, weswegen wir das Saufen erstmal verschieben mussten.^^

Irgendwann war dann aber auch genug gefeiert und ich konnte mich endlich auf meiner geliebten Couch zusammenrollen. Mit einem Ersatzcouchingmate, da noch jemand bei den beiden übernachtete und mich fragte, ob ich was dagegen hätte, wenn er auch auf der Couch pennen würde. Die Alternative wäre eine sehr unbequeme kleine Couch gewesen, die man keinem antun kann. Und da ich sehr kompakt schlafe, quasi wie eine Tote, ist die Wahrscheinlichkeit sich des Nachts zu begegnen gleich Null.

Nach dem Aufwachen wurde noch ein bisschen klar Schiff gemacht und dann ging es zum Frühstücken ins Diner unseres Vertrauens. Ich glaube, ich war bisher tatsächlich noch nie woanders essen, wenn ich da war. Muss ich auch nicht, ist lecker da.

Tjoa und danach hatte ich noch kurz Zeit zum Verdauen und dann ging es auch schon wieder nach Hause. Ich musste schließlich noch alles rattenfertig machen. Wieder drei Stunden Fahrt. Wieder mit Durchschnittsgeschwindigkeit 98km/h. Wie man sieht, bin ich gut zu Hause angekommen und alles ist heil geblieben. Käfig und Auto. Ich hätte wahrscheinlich locker ein Klebi mit „Bitte nicht gewaltsam öffnen, Behältnis steht unter Druck“ auf das Auto kleben können.

Und da war der Urlaub auch schon vorbei und ich wieder zu Hause. Wie schnell doch zwei Wochen vergehen können. Es war der tollste Urlaub, den ich seit langem hatte. Ich hoffe, ich kann bald alle wieder besuchen fahren.

3 Gedanken zu “Silvester

  1. Hihihi… Mops-Content 😉
    Dein Auto erinnert mich irgendwie an meinen Twingo. Eigentlich passt da ja nix rein, aber mit etwas Übung kann man damit auch umziehen.^^

    • Ein bisschen Mops muss schließlich auch mal sein. 😉
      Ich hätte auch nie gedacht, wieviel in so einen Corsa passt, wenn man die Rückbank umklappt, den Sitz so gerade macht, dass man sich fast den Rücken ausrenkt und ihn dann so weit nach vorn schiebt, dass man auch mit den Knien lenken könnte. 😀

      • Der Twingo hat nur einen Vorteil: weil dreiviertel der Seite aus Tür besteht, bekommt man alles bequem rein und raus. Aufpassen muss man nur, dass man das zeug nicht zur anderen Seite rausschiebt^^

        Und alte Festival-Weißheit: das Auto ist erst voll, wenn der Fahrer nen Bierkasten auf den Knien balanciert *gg*

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