The Return of the Omega Männchen

Ich habe ja bereits über das Omega Männchen geschrieben und zwaaaaar hier: Klick klack

Gestern habe ich mich wieder eines Omega Männchens entledigt. War mir einfach zu blöd. Ich habe mir den Spaß jetzt mehrere Monate angetan, irgendwann ist auch mal gut.

Was ist geschehen?

Wie man mich kennt, muss ich natürlich erstmal ein bisschen ausholen, damit ihr wisst, worüber ich hier überhaupt spreche.

Kurz nach dem Mera Luna bekomme ich eine Facebook Nachricht von jemandem, der sich als Bekannter des Feeerichs entpuppt. Er schreibt, er hat mich auf des Feeerichs Freundesliste erspäht und findet, dass ich „echt nett“ aussehe und er mich gern kennenlernen möchte.
Wenn man jetzt bedenkt, dass ich derzeit ein Foto vom Mera Luna, als Profilbild hochgeladen hatte und ich, wie wir ja alle wissen, recht leicht bekleidet über das Festival gewandelt bin, kann ich mir recht gut vorstellen was „echt nett“ heißen soll.
Aber gut, man stellt ja nicht so ein Bild online und regt sich dann drüber auf, dass es jemandem auffällt.

Weil ich ein freundlicher Mensch bin, schreibe ich höflich zurück und wir kommen ins Gespräch. Besonders interessant finde ich ihn jetzt nicht, aber auch nicht lebensbedrohlich nervtötend. Besonders viel rum kommt bei diesen Gesprächen auch nicht. Es beläuft sich auf diesen typischen „Hallo – Wie geht’s dir? – Was machst du so?- Smalltalk, bei dem man nach genau diesen drei Sätzen schon nicht mehr weiß, was man schreiben soll, weil das Gegenüber keinen Gesprächsansatz liefert und auch auf die Vorlagen nichts zu erwiedern weiß, woraus sich ein Gespräch entwickeln könnte. An sich finde ich sowas schon unerfreulich. Wenn man nicht weiß, was man mit mir schreiben soll, wieso schreibt man mir dann? Man weiß es nicht. Es stellt sich recht schnell heraus, dass wir gerade einfach nur schreiben, weil ich gerade zufällig Single bin, ganz passabel aussehe und er an alles ran will, was nicht bei drei auf dem Baum ist und selbst das noch runterschüttelt, weil nämlich auch er Single ist, aber wohl aus anderen Gründen, als ich. Vom Feeerich erfahre ich, dass er sich bereits durch seinen Anteil an weiblichen Freundeslistenkandidaten geklickt hat. Da fühlt man sich als was ganz besonderes.

Jedenfalls fragt er nach ein paar Tagen, ob wir nicht vielleicht telefonieren wollen. Wollen wir ganz entschieden nicht. Ich versuche ihm diplomatisch klar zu machen, dass ich mir lieber die Zunge abbeißen und vergraben würde, als zu telefonieren. Erstens, weil ich an sich schon nicht gern telefoniere und zweitens, weil ich speziell mit ihm nicht telefonieren will. Und am Allerwenigsten möchte ich, dass der Mensch meine Handynummer bekommt.

Und dann geht es los. Er gibt mir Kosenamen. Er kennt mich nicht und gibt mir Kosenamen. Ich kann Kosenamen schon von Leuten, die ich kenne nicht leiden. Weib, ja. Ein energisches „Herzelein“ von Gisbert, auch gut. Aber er nennt mich Mieze. Nein!
Ich weise ihn also höflich darauf hin, dass er das mit den Kosenamen am Besten gleich mal wieder sein lässt, weil wir sonst mit absoluter Sicherheit keine Freunde werden. Das wird erstmal so zur Kenntnis genommen.

Dann fragt er, ob wir uns nicht mal privat treffen wollen. Ich sage, dass ich die nächste Zeit erstmal nicht mehr bei der MibiFee und dem Feeerich bin und er ja genausogut auch zu mir kommen könne. Wo ich denn herkomme. Feenstadt. Ja, nee, also da will er nicht hochfahren, die Stadt findet er gar nicht schön und überhaupt kann ich ja viel besser zu ihm kommen. Was zum fick?! Der will mich doch sehen. Ok. Das Sympathiekonto tendiert irgendwo gegen Null und mittlerweile dulde ich ihn mehr, als das ich ihn mag.

Einige Zeit vergeht, in der wir ab und zu schreiben, er mir weiterhin Kosenamen gibt und ich ihn weiterhin darauf hinweise, dass er das bitte lassen möge. In der er mich sicher noch zehn Mal nach meiner Handynummer fragt, welche ich ihm selbstverständlich nicht gebe.

Dann fragt er irgendwann wieso ich so abweisend bin. Ich antworte darauf, dass ich eben ein distanzierter Mensch bin und ihm das passen kann oder nicht. Daraufhin ernte ich ein „Fee, du musst echt lockerer werden“. Exitus. Wir werden mit Sicherheit keine Freunde mehr.
„Du musst lockerer werden“ ist einer der vielen Sätze, die man NIE-MALS zu einer Frau sagt, wenn man nicht möchte, dass sie explodiert und einen kaut und dann wieder ausspuckt. Bei dem Satz bin ich sofort auf 180. Vor allem, wenn der von irgendsoeinem dahergelaufenen Jockel kommt, der einfach nur krampfhaft versucht mich aufzureißen, weil ihm die Einsamkeit förmlich aus jeder Pore dringt. Da bekomm ich Hass delüxe.
Und weil ich bei diesem Satz auch nicht mehr freundlich bleibe, aber wohl immernoch höflich, man wahrt ja schließlich ein gewisses Maß an Contenance, lasse ich meinem Hass auch freien Lauf, sage ihm die passenden Sätz dazu. Ich habe die Sozialkompetenz zwar nicht gerade aufs Brot gelegt und dann gefressen, aber gegen den Hampel bin ich quasi die Prom Queen of Sozialkompetenz.
Nachdem das Gespräch eskaliert und ich keine Lust mehr habe, mich mit einem Pflegefall dieses Formats zu unterhalten, beende ich das Gespräch und kicke ihn anschließend auch gleich von der Liste. Das passt ihm natürlich so gar nicht und gibt ihm auch noch lange keinen Anlass dazu sich nicht mehr bei mir zu melden. Denn ganzer Mann, der er nunmal ist, vermutlich dank Chappy, will er die Sache jetzt klären. Man ist ja schließlich erwachsen und was mir denn überhaupt einfällt, ihn einfach von der Liste zu werfen.

Blöd, wie ich bin, steige ich natürlich voll drauf ein. Nach 10 Minuten habe ich bereits wieder eine Freundschaftsanfrage von ihm. Ich nehme sie natürlich nicht an, ich bin ja nicht völlig behämmert. Nach zwei Tagen weist er mich energisch darauf hin, dass ich seine Anfrage noch nicht angenommen habe. Nach drei Tagen auch und nach sechs Tagen ranzt er mich regelrecht an, was ich mir denn denke, immernoch keine Anfrage von ihm angenommen zu haben. Nach einer Woche fängt er an zu betteln. Alles in allem ziemlich armselig. Weil ich endlich meine Ruhe haben will, nehme ich die schäbbige Anfrage doch an. Ich bin also doch völlig behämmert.

Die Zeit danach schreiben wir nur sporadisch. Er scheint nun der Meinung zu sein, er könne mir bei jeder sich bietenden Gelegenheit sein Herz ausschütten und ist mittlerweile dazu übergegangen mich vollzujammern. Darüber wie schlecht sein Leben ist, wie schlecht er sich in seinem Job fühlt und darüber wie schlecht generell alles ist. Und Schuld sind natürlich die anderen. Was denn auch sonst. Kann ja nicht angehn, dass man sein Leben selbst in der Hand hat und es ändern kann, wenn einem was nicht passt. Dazu habe ich selbstverständlich die passenden Dinge zu sagen. Hat er wohl erwartet, dass ich kurz PatPat mache und ihn dann ein bisschen bedauere, muss er sich allerdings damit abfinden, dass mein Mitleid für andere extrem rar gesät ist.
Ich erfahre, dass er regelmäßig Alkohol konsumiert, es aber auf keinen Fall sein kann, dass ein Alkoholproblem daraus erwächst. Und überhaupt solle ich ihn doch lassen, denn nur mit Alkohol kann er all seine mannigfaltigen Probleme vergessen. Aaaaalles klar. Hier gibt es selbstverständlich nur das eine Problem, dass ich eine alte Hexe bin, die ihm sein Weinchen nicht gönnt. Ich bin aber auch eine böse..Unnötig zu erwähnen, dass er mich nachwievor Schnuffel, Mieze, Kätzchen, Mausi und was weiß ich nicht noch alles nennt. Die Härte war dieses *maunz*, das von ihm kommt und mich in schiere Sprachlosigkeit versetzt. Was antwortet man auf ein *maunz* und wieso werde ich von einem erwachsenen Mann angemaunzt?

Wie geht es mit meinem besonderen Freund weiter?
Werden ihm seine Kosenamen irgendwann im Halse stecken bleiben?
Wird die Fee irgendwann doch noch unhöflich und verliert ihre Contenance?
Wieso wurde er jetzt doch geblockt?

Fragen über Fragen. Wir erfahren es im nächsten Teil.

14 Gedanken zu “The Return of the Omega Männchen

  1. Hey,
    du musst einfach lockerer werden!😛

    Echt, damit bringt man dich auf die Palme? Bluthochdruck ist gefährlich – also immer schön locker … *aua*

    Bei ICQ haben solche Leute früher immer ein eigenes Fenster von mir bekommen. Aufgemacht, minimiert und zum Log-Out geschlossen ohne zu lesen.

    Mera Luna – ist das nicht hier gleich um die Ecke, so in der Mitte von D? Dann bist du also ein Nordlicht?

    • Boah ja, ich hasse diesen Satz, wie die Pest. ^^
      Bei ICQ sind die Leute immer gleich auf die -du siehst erst, dass ich online bin, wenn ich dich anschreibe- liste gewandert. Gibts bei Facebook leider nicht. Die Option sollten sie wirklich mal einführen.
      Das Mera Luna ist in Hildesheim, von mir aus gesehen relativ weit im Norden. Ich bin also kein Nordlicht🙂

      • Ich hätte ja rein von der Bevölkerungsstatistik auf Ruhrgebiet getippt. Entweder kommen die Leute aus Bayern oder aus der Ecke^^
        Das ist beides hinreichend weit zum Mera Luna (geschätzt)^^

      • Hehe,
        ok, Hildesheim liegt um die Ecke. Das Ruhrgebiet dann doch so ca 200 km. Aber ist nicht wirklich weit weg😉

        Wenn du denn mal wieder hier bist, sag Bescheid. Als Erkennungssatz würde ich dann „Mach dich mal locker“ wählen …

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