Morgengestaltung

Hilfe! Ich habe mich mal wieder dazu breittreten lassen bei der MutterFee auf die Opfer der Osterferien aufzupassen. Sprich, ich bin mal wieder zum Babysitten abkommandiert worden. Normalerweise passe ich ja nur auf die beiden auf, wenn die bereits schlafen. Das ist mir deutlich lieber. Vormittags haben die Knirpse mir eindeutig zu viel Energie. Ganz im Gegensatz zu mir, die vor dem Mittagessen am liebsten nichtmal ein Wort sagen würde. Eigentlich war ja mal wieder nur die Rede von „Nur mal kurz“, aber nur mal kurz ist es ja immer. Jetzt sitze ich hier bereits seit zwei Stunden, habe noch nichts gefrühstückt und kann nichtmal Chemie lernen, weil zwei Kiddies und ein anhänglicher Hund um mich herumwuseln und 2/3 der besagten Individuen einen mordmäßigen Krach veranstalten. Die Menschen, die unter der MutterFee leben, tun mir ein bisschen leid. Ja, ich weiß, ich habe mich gerade darüber beschwert, dass ich hier nicht in der Lage bin Chemie zu lernen. Da sieht man mal, wie es um meinen geistigen Zustand bestimmt ist.

Zwischendurch kommt mein Bruder, der kleine, auf die großartige Idee mal seine Palette an Psychotricks auszuprobieren, mit denen er meine Mutter sonst auf die Palme bringt. Da ich um diese Uhrzeit noch ein Quell der Gleichgültigkeit bin und es dazu absolut nicht einsehe, mir von einem Sechsjährigen auf der Nase herumtanzen zu lassen, bringen die natürlich nichts. Außerdem kenne ich die Tricks ja alle schon, schließlich habe ich sie selber alle schon benutzt.

Dann ein Lichtblick. MutterFee steht in der Tür. Um mir zu sagen, dass sie gleich auch schon wieder weg ist, weil sie den Freund von OmmaFee aus dem Krankenhaus abholen kann. OmmaFee, die mich eigentlich ablösen soll, fährt gleich mal mit. Noch mehr Zeit mit den Kiddies, hurraaaa!! Innerlich schreie ich um Hilfe. MutterFee fragt, ob ich auch wirklich Zeit habe zum Aufpassen. Habe ich natürlich. Ich habe Semesterferien. Die Zeit ist hier auch nicht der ausschlaggebende Punkt. Ich will einfach nicht. Ich weiß, wie lange eine Entlassung aus dem Krankenhaus dauern kann. Ich werde wahrscheinlich noch den restlichen Vormittag hier sitzen und schmerzlich wird mir bewusst, dass andere Menschen dafür bezahlt werden. Ich sollte honorar verlangen. Oder wenigstens einen Ikea Hot Dog.

Meine Abendgestaltung brachte mir übrigens das Ergebnis, dass es so, wie ich es mir dachte, zwar hinhaut, ich aber die Grundfläche reduzieren muss, da ich sonst in Platznot gerate. Womit die Arbeit eines ganzen Abends mehr oder weniger für die Katz war. Aber ich habe mir während des Einschlafens bereits zwei andere Pläne erdacht. Ich werde nicht ruhen, ehe der Krempel nicht so klappt, wie ich das haben will. Na gut, wenn ich keine Lust mehr habe, werde ich vermutlich doch ruhen. Allerdings nicht, bevor ich den ganzen Krempel nicht frustriert in die Ecke geschmissen habe, wie ich das zu tun pflege, wenn etwas nicht das tut, was ich möchte.

Gestern Abend wollten dann die Herren Mcknurps auch noch entertaint werden, weswegen ich ihnen wieder mal einen super EntertainmentParcourt aufbaute, damit sie was zum Toben hatten. Pff….jaja. Meine Mühen wurden nicht honoriert. Man wuselte lieber um mich herum und zankte sich untereinander. Dann war es langsam an der Zeit ins Casa McKnurps zurückzukehren, man beschloss jedoch einstimmig, dass der Zeitpunkt schlecht gewählt war, weswegen ich vor dem Transfer der Herren erst den Parcour wieder abbaute. Um seine Bestandteile gut transportieren zu können, packte ich alles in einen Kissenbezug, den ich den Herren als Raschelsack aufs Bett lege. Und kaum war alles verstaut, war dieser Kissenbezug mitsamt des abgebauten EntertainmentParcours plötzlich das interessanteste Ding, dass das Rudel McKnurps je umwuselt hat. Für die nächste halbe Stunde waren die Herren im Kissenbezug verschwunden und untersuchten alles ganz genau. Die wären auch noch länger da drin geblieben, hätte ich sie gelassen. Hätte ich geahnt, dass es auch platzsparend geht, hätte ich das schon längst so gemacht. Einfach einen vollgestopften Kissenbezug aufs Bett geschmissen, Ratten glücklich.
Die Viecher sind doch mindestens genauso bescheuert wie ihr Frauchen.

7 Gedanken zu “Morgengestaltung

  1. „Wie der Herr so das Gescherr – wie die Fee so die Ratteee….“ oder wie ging der Spruch? Andererseits kannst Du beim Kindeleinhüten ja schon mal prima für später üben… *duck´n´cover*

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