Heimfahrt mit Hindernissen

Whoa, hab ich gestern geschwitzt. 20km lang. Blut und Wasser. Mindestens.

Doch von vorn.
Irgendwann am Nachmittag bekomme ich eine SMS vom Feeerich, „Huhu, heut Abend feiern?“. Och ja. Wieso eigentlich nicht. Der Mann arbeitet bis Mitternacht und ich hab nix zu tun. Voll gut. Also aufrüschen, noch schnell Geld holen und ab dafür. Auf der Autobahn fällt mir dann meine Tanknadel auf. Hmmm..Ich hatte auch schonmal mehr Sprit im Tank. Aber Die Anzeige sagt ich komme damit noch 112km weit. Ich brauche 58km. Hin komme ich also auf jeden Fall, kein Problem. Kurz bevor ich ankomme springt die böse böse Tankleuchte an, die mir subtil mitteilen möchte, dass ich jetzt vielleicht langsam mal tanken sollte. Hingegen sagt die Anzeige, dass ich mit der Tankfüllung noch 95km weit komme. Ich bin extra Spritsparend gefahren. Theoretisch würde ich damit also noch  zurückkommen. Das sieht doch gar nicht so schlecht aus.
Also mache ich mir erstmal einen schönen Abend mit Feeerich und MibiFee. Als es an den Heimweg geht, muss ich erstmal das Navi dazu bewegen irgendwo nach einem GPS Signal zu suchen. Die ersten Meter des Rückwegs kenne ich zum Glück und irgendwann habe ich dann tatsächlich auch eine Route, der ich folgen kann. In der Zeit, in der ich mit dem Navi beschäftigt bin, denkt sich meine Tankanzeige „April April“ und korrigiert die Zahl mal eben von 95km auf 68km. Das wird dann jetzt schon knapp. Wo ist die nächste Tankstelle…poah..da bei Wuppertal irgendwo. Wie weit ist das noch weg? Poah..20km bestimmt. Aaaaaaaah..das wird knapp, das wird richtig knapp…Während ich so vor mich hinfahre bewegt sich die Tanknadel gefählich nah gen Boden und die Tankanzeige bestätigt dies nur. Schön, wenn die beiden sich einig sind. Wo ist diese Tankstelle?!

Ich werde wahnsinnig. Ich glaube ja, die haben sämtliche Tankstellen mit Absicht einfach weggebaut, damit ich mitten in der Nacht noch irgendwo am Straßenrand stehen und auf die gelben Hampel warten kann. Tankstelle!! Jetzt!! Biiiiitteeeeeee!!

Und da, in zwei Kilometern Entfernung erscheint sie endlich. Die rettende Tankstelle. Hier kostet der Sprit zum Glück auch nur 1.71 den Liter. Dachte schon, ich müsste teuren Sprit tanken. Ich fahre an die Zapfsäule, wähle den richtigen Jahrgang für den kleinen Dicken und will tanken. Eines der wenigen Dinge, die ich in Sachen Auto tatsächlich beherrsche. Aber: Wieso kommt da kein Sprit aus der Zapfsäule? Keins mehr da? Wahrscheinlich schon, nur hat die Mumie hinter der Tankentheke die Zapfsäule abgeschaltet und da er wohl im Hinterzimmer gerade vor sich hin altert, ist ihm wohl entgangen, dass da jemand tanken möchte. Also erst reingehen, kurz mal Bescheid sagen, dass ich gewillt bin dieser Tankstelle mein Geld im Austausch für Sprit zu überlassen, wieder rauswackeln, tanken, wieder reinwackeln, bezahlen, wieder rauswackeln, weiterfahren.

Jetzt habe ich auch endlich die Ruhe das Gaspedal ein wenig zu strapazieren, die Musik voll aufzudrehen und mindestens in der gleichen Lautstärke mitzugrölen.

Mit Sprit im Tank fährt es sich schon irgendwie entspannter.

3 Gedanken zu “Heimfahrt mit Hindernissen

  1. Oh ja, Tankanzeigen und -nadeln sind bööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööööse! Meine haben mich auch verarscht. Laut Nadel sollte noch ein knapper Viertel Sprit im Tank sein. Nachdem mein Autoschrauber Autochen aus unserer Tiefgarage geschleppt, zu sich in die Werktstatt geholt und genauer untersucht hat, war auch klar, warum das Ding trotzdem nicht mehr anspringt. Als er getankt hat sind 49.9 Liter reingegangen. Beim einem Tank mit 52 Liter Fassungsvermögen…. Böse Tanknadel!

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