Cobalt und die Regenbogenbrücke

Rattenhalter unter uns werden schon aus dem Titel geschlossen haben, worum es geht.

Ich war heute Abend in der Tierklinik, weil mein Haustierarzt über Weihnachten geschlossen hat, und habe Cobalt einschläfern lassen. Er ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Dem kleinen Wurm ging es so schlecht, dass ich nicht mehr tun konnte, als ihm sein Leiden zu nehmen..
Das ist immer eine schwierige Sache für mich, weil ich nie weiß, ob ich richtig entschieden habe. Aber da auch die Ärztin in der Klinik sagte, dass es nicht sinnvoll sei, länger Medikamente in ihn hineinzupumpen, muss ich mir hier wohl keinen Vorwurf machen.

Ich bin sehr traurig, dass er jetzt weg ist und mir nur noch vier Möppels bleiben. Verratet es den anderen Dickärschen nicht, aber er war immer meine Lieblingsratte. Ein kleiner Gipfel der Niedlichkeit, mit seinen Dumboöhrchen und einem Gesichtsausdruck, der ihn immer irgendwie glücklich aussehen ließ. Ich hoffe, er war es auch und hatte ein schönes Jahr bei mir.

Und auch, wenn es „nur“ ein so kleines Tier war und sein Leben so kurz, kann ich trotzdem nicht aufhören in unregelmäßigen Abständen um ihn zu weinen..

Seht es mir nach, wenn mir gerade nicht nach Weihnachten ist. Ich wünsche euch trotzdem allen ein paar frohe Weihnachtstage.

16 Gedanken zu “Cobalt und die Regenbogenbrücke

  1. Man gewöhnt sich so schnell an die Tiere. Sie gehören zur Familie…

    Ich denke auch, es war die richtige Entscheidung, ihn nicht länger leiden zu lassen. Auch wenns schwer fällt, damit umzugehen – es ist besser so.

    Ruhe sanft, kleiner Ratz…

    • Wenn man bedenkt, wie lange er jetzt krank war und es immer nur schlechter wurde. Der Geist war willig, aber der kleine Körper war schwach. Und leider liegt es auch in der Verantwortung einer Rattenmama einen Möppel zu erlösen, wenn es nicht mehr geht..Ich hoffe, die anderen lassen sich noch ein bisschen Zeit mit dem wegsterben..

  2. Es wird immer die schwierige Entscheidung für uns bleiben, den „richtigen“ Zeitpunkt zu erwischen. Einmal ist sie uns abgenommen worden, einmal haben wir sie treffen müssen.

    Ja, die Kleinen sind Familie. Und es ist an uns, ihnen den letzten Liebesdienst zu tun. Sein wir böse, daß wir es müssen. Und sein wir dankbar, daß wir es können.

  3. Tja,
    Leben ist immer begrenzt. Unendliches Leben gibt es wohl – bei keiner Gattung. Und bei diesen kleinen Tierchen ist es wohl wesentlich kürzer als beim Menschen.

    Wäre er in der Natur, würde die es richten. So richtest du – hoffentlich richtig. Gewißheit wirst du dabei nie haben, du kannst in solchen Fällen nur das Optimum für die Tierchen anstreben. Und hoffen, dass du dann richtig liegst.

    Dass du (dennoch) seinen Verlust beweinst, zeigt doch umso mehr, dass du dir der Verantwortung für ihn bewußt warst. Und dass er dir ans Herz gewachsen ist. Sei froh drum, dass du ihn erleben durftest.

  4. Oh je, liebe Fee!
    Es ist ein Familienmitglied, und wenn das gehen muss, ist das immer (wie) ein Schlag in den Bauch.. Dass dir da nicht nach Weihnachten sondern nach Tränen zu Mute ist ist mehr als verständlich..
    Ich drücke deshalb dir und natürlich den anderen Möppels umso mehr die Daumen dass sie dich noch lange begleiten können, und wenn es dann doch soweit ist sind sie am Ende der Regenbogenbrücke wieder vereint und es tut ihnen dort nichts mehr weh..
    Fühl dich gedrückt *Taschentuch rüberreich*
    Schöne Grüße Zweipünktchen..

    • Danke. Ich hoffe, die anderen Möppels entschließen sich dazu noch ein bisschen bei mir zu bleiben. Cobalt teilt sich jetzt ein Wölkchen mit den vier anderen Möppelinen, die ich bereits gehen lassen musste, bis die anderen nachkommen.

  5. Obwohl ich keine Ratten habe sondern anderes Kleinviech wusste ich sofort was die Überschrift bedeutet. Ich würde Dir wahnsinnig gern ne riesige Tempobox und eine große Schachtel Schokokekse hinstellen, und ein Heißgetränk Deiner Wahl dazu. Dr. S. C. aus der Theorie des großen Rummses (habe gehört man darf den Namen jetzt nicht mehr ausschreiben wegen Copyright) macht das zumindest immer, mit dem Heißgetränk.

  6. Tut mir leid, ich war lange nicht mehr bei dir..Asche auf mein Haupt!
    Ich drück dich mal ganz fest, ein Tier gehen zu lassen ist immer eine furchtbare Sache! Erfreu‘ dich an den anderen, die noch da sind!
    Auch wenn er viel zu früh gehen musst…Cobalt hatte ein tolles Leben bei dir!

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