Und bei euch so..?

Kinners, wie die Zeit vergeht.. Da schreibt man irgendwann im März noch nen Post und kaum dreht man sich um ist Mitte Oktober..Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen..

Die Twitter Follower trifft es nicht ganz so hart, denn da beteilige ich mich immer noch mehr oder weniger rege am Kommunikationsbetrieb, aber ihr anderen..so vollkommen informationslos! Ihr merkt, ich gebe mir mühe hier ein wenig Dramatik hineinzulegen. Es wäre daher nett, wenn ihr mich dahingehend unterstützt und euch an der Stelle da mal ein bisschen Dramatik denkt. So mit verdrücktem Tränchen und theatralischem Handrücken an der Stirn und so. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch ne kleine Ohnmacht einbauen, ich wäre euch deswegen nicht böse..

Meine Mission heute: Euch auf den neuesten Informationsstand zu bringen. Ich bin mir allerdings fast sicher, dass ich die Hälfte wieder vergessen werde. Ich versuche an die Eckpfeiler zu denken. Mit einer chronologischen Reihenfolge kann ich allerdings nicht mehr dienen, aber man kann ja auch nicht alles haben.

Euer letzter Informationsstand hier ist, dass eine neue Schnecke eingezogen ist. Damals hatte sie noch keinen Namen.

Die Schnecke hat den Namen Friedbert bekommen und erwies sich als kleinwüchsiger. Er wächst nur ganz langsam. Das hat den großen Vorteil, dass er im Schneckenbecken nicht so viel Platz wegnimmt und hat den Nachteil, dass er durchaus in der Lage ist den Kleinwuchs an seine Nachkommen weiterzugeben. Generell hat sich bezüglich der Schneckenhaltung viel getan. Aus drei Schnecken wurden erst vier, da ich eine nicht gewollte Schnecke bei mir aufgenommen habe, dann wurden es fünf. Zeitgleich quasi wurden es acht, da ich drei Schnecken einer anderen Art zu mir genommen habe. Dann ist mein erstes Schneckenbaby geschlüpft und erst vor kurzem habe ich acht kleine Babyschnecken erworben. Was heißt erworben.. Mit dem Besitzer ausgemacht waren zwei. Durchgerungen hatte ich mich schließlich zu fünf. Bekommen habe ich acht. Drei Back up Schnecken, weil man nie weiß, ob auch alle durchkommen.
Vor zwei Tagen erblickte ich dann das Ei, das mir die Woche zuvor beim Suchen durch die Lappen gegangen ist. Es hatte sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt und klebte als winzig kleines Schneck dreist an der Scheibe. Wer mitgezählt hat, hat erkannt, dass ich also mittlerweile 18 Schnecken mein eigen nenne. Dazu kommen zwei Findelschnecken, die ich in irgendwelchem Gestrüpp mit eingeschleppt habe und die jetzt bei mir überwintern dürfen. Im nächsten Frühjahr dürfen sie aber wieder raus.

Zu den Schnecken sind auch Schrecken dazu gekommen. Farnschrecken, um genau zu sein. Diese gehören zu der Gruppe der Phasmiden, sind also Stabschrecken. Von zehn bestellten Eiern sind drei Exemplare geschlüpft. Ein Weibchen und zwei Männchen. Das Weibchen ist vor kurzem gestorben. Es hat mir allerdings so an die 70 Eier hinterlassen, die ich alle fröhlich bebrüte. Ich erwarte im Laufe des Novembers die ersten Schlüpfenden. Durch die Biester bin ich immer ganz viel draußen, da Farnschrecken überraschender Weise tatsächlich nur Farn fressen. Man sah mich also im Sommer regelmäßig mit einer kleinen Schere durch den Wald rennen, auf der Suche nach Farn. Pflanzenschützer aufgepasst: Ich habe nur Farn genommen, der nicht unter Naturschutz steht. Den dafür aber auch zahlreich. Mittlerweile habe ich mir zwei kleine Farne von meinem Campinggrundstück importiert. Back up Farn für den Winter.

Das Rudel McKnurps gibt es auch nicht mehr. Nur noch ein trauriges Überbleibsel. Bis auf Dyspro sind alle über die Regenbogenbrücke gegangen, wie man so schön sagt. Alle drei in einem Zeitraum von etwa sechs bis acht Wochen. Dyspro erfreut sich allerdings noch bester Gesundheit. Ich arbeite daran die erste kugelförmige Ratte der Welt zu erschaffen, indem ich ihn von vorne bis hinten verwöhne. Er wird vielleicht viel zu fett und an Diabetes sterben, aber er wird glücklich sterben. Er feiert nächsten Monat übrigens einen zweiten Geburtstag. Vielleicht backe ich ihm einen Käsemuffin..

Seit Mai habe ich auch einen neuen Mann an meiner Seite. Was kann ich darüber sagen..Is schön. Ist natürlich wieder ne Fernbeziehung. Andere kann ich irgendwie nicht. Funktioniert bisher aber recht gut. Eine durchgängige Fernbuslinie ist dabei unglaublich hilfreich. Vielleicht erzähle ich irgendwann noch mal ausführlicher. Diesbezüglich gäbe es tatsächlich ein paar schöne Fee vs. Hirn Geschichten, die ich euch eigentlich nicht vorenthalten möchte. Der neue Mann wohnt übrigens in Gisberts Königreich. Ungemein praktisch, muss ich sagen.

Uni läuft auch immer noch. Ich möchte nicht sagen gut, aber ich bin in meinem Soll. Wenn auch nur knapp. Aber ich habe dieses Semester genug Alt- und Neulasten, die ich abbauen kann, um damit meinen Schnitt in ungeahnte Höhen zu treiben. Ich glaube, es sind sieben Klausuren und eine mündliche Prüfung. Vier davon an zwei Tagen. Pff..Sitz ich doch auf einer Arschbacke ab..Dieses Semester wird eine Menge Arbeit, wenn ich das Studium in Regelstudienzeit abschließen will, aber das wird schon werden. Und wenn das alles durch ist..dann ist schon Zeit für die Bachelorarbeit. Die Zeit ist verflogen..

Seit Juni/ Juli wohne ich auf einer Baustelle. Sie kam schleichend, hat erst so ein bisschen vor sich hingestört und wurde immer nerviger. Inzwischen bin ich an dem Punkt, an dem ich jedem Handwerker, der mir morgens ein fröhliches „Guten Morgen“ (Um 07:15 Uhr) entgegenflötet, einfach nur die Treppe herunterstoßen will. Die Baustellensituation muss ich auf jeden Fall noch ausführlich erzählen. Aber die Geschichte muss ich erst vorschreiben, weil ich mich sonst wieder in Rage tippe…Könnte auch so ein Geschichtszyklus werden. Wahrscheinlich ähnlich episch wie der Herr der Ringe. Sauron war allerdings nur halb son Arsch..

Ich bin offiziell alt. Ich habe Rücken. Ärztlich bestätigt. Damit ich nicht mehr Rücken habe, bekomme ich Akupunktur. Aus irgendeinem mir vollkommen unerklärlichen Grund habe ich die Behandlungen so früh wie nur irgendwie möglich gelegt. Das heißt um acht Uhr morgens.
Das ist einer der Gründe, aus denen die Bauknechte überhaupt dazu befähigt sind potentiell von mir die Treppe runtergestoßen zu werden. Sonst würden die mich vor zehn ja gar nicht zu Gesicht bekommen, wenn überhaupt. Uni ist ja jetzt drei von vier Malen am Nachmittag, was bedeutet, ich kann ganz entspannt in den Tag starten. Also, könnte ich, wäre da nicht jeden Morgen ab 07:15 Uhr der liebliche Klang diverser Bauwerkzeuge.

Ich glaube, ihr seid jetzt wieder grob im Bilde. Viel Interessantes ist nicht dabei, aber das habe ich ja auch niemals behauptet. Ich versuche jetzt wieder ein bisschen öfter was zu schreiben, auch wenn nicht viel innovatives passiert, zur Zeit und ich die meiste Zeit nicht weiß, ob euch das, über das ich schreiben wollen würde auch interessiert. Aber ein bisschen fehlt mir das Schreiben doch.

Ich entsende euch nun in den Feierabend und gehe erstmal schlafen. Habt ein schönes Wochenende.

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9 Gedanken zu “Und bei euch so..?

  1. Schön, von dir zu hören 😉 (ich war im Übrigen in den letzten Monaten ähnlich „aktiv“ wie du…)

    Sei froh, dass die Bauarbeiter erst um 7.15 Uhr anfangen. Die Herren Straßenbauarbeiter, die hier gerade 2 Monate vor meinem Haus (so etwa 5-10 m Luftlinie neben meinem Bett) die Straße auf- und umgebuddelt haben, hielten 6.30 Uhr für die geeignete Zeit für den Arbeitsbeginn…
    Offenbar gibt es hier ein ungeschriebenes Gesetz, dass kein Sommer ohne Bauarbeiten vergehen darf. Letztes Jahr wurden im Haus erst monatelang Wohnungen und im Anschluss Balkone saniert, dieses Jahr dann halt der Kanal (oder was auch immer) unter der Straße vor dem und rund ums Haus.
    (Ich weiß, Bauarbeiten müssen sein… nur sind die Arbeitszeiten einfach nicht mit meinem Biorhythmus kompatibel^^, und auch beim Lernen finde ich den Krach halt anstrengend…)

    Schade, dass das Rudel McKnurps schon so geschrumpft ist. Aber deine Schnecken- und Schreckentruppe klingt auch spannend 🙂

    • Gut, dass ich nicht die einzig ruhige war. ^^ Das Jahr ist mir aber wirklich regelrecht durch die Finger geglitten.
      06:30 Uhr ist aber doch auch wirklich eine total schöne Zeit, um damit anzufangen. Mein Bruder hat im Garten- und Landschaftsbau gearbeitet, von dem weiß ich, dass die immer sehr früh anfangen mussten, um die Stunden, die sie im Winter nicht arbeiten eventuell nicht arbeiten konnten (man weiß ja selten vorher, ob es so kalt wird, dass der Boden durchfriert, oder nicht) wieder reinzuholen. Ich denke, das wird wohl bei den Straßenbauern und bei meinen Fassadenknechten hier nicht anders sein. Und auch wenn ich für diese Handhabung durchaus Verständnis habe, so fällt es mir doch sehr schwer den morgendlichen Neanderthaler im Zaum zu halten, wenn ich ihnen morgens über den Weg laufe. ^^ Ich musste auch teilweise mit Ohropax lernen, weil die hier im Treppenhaus die Wände aufgestemmt haben und ich nicht wusste, wohin ich sonst soll.. Das macht nicht so viel Spaß. Ich hoffe ja, dass die hier bis Ende des Jahres mit den Innenausbauten fertig sind und es dann nicht mehr ganz so laut ist.

      Ja, wegen des Rudels bin ich auch noch sehr traurig. Ich habe lange überlegt, ob ich Dyspro ein paar Gefährten dazu holen soll, aber dann würde ich in ein paar Monaten wieder vor dem gleichen Problem stehen und während der Unizeit werde ich erstmal keine Ratten mehr halten. Die Schnecken sind tatsächlich sehr interessant. Ich hätte das nie gedacht. In zwei Wochen hole ich meinen SchneckenKindergarten ab. Ich bin schon so gespannt auf die kleinen Schnecks. Es sind endlich die von mir gewünschten Vollalbinos. 🙂

      • Wenn sie Zeit „vorarbeiten“ wollen, dann verstehe ich allerdings nicht, warum sie 1-2 Stunden Mittagspause machen und spätestens 16.30 Uhr aufhören… mein Biorhythmus würde in dem Fall lieber 1,5-2 Stunden später anfangen^^

        Gegen das Wackeln der Wände helfen leider nicht mal Ohrstöpsel…

        Gibt es von den Schnecken Fotos? 😉

      • Ja, das ist eine Regelung, die sich mir auch in keinster Weise erschließt. Das ist hier genauso. Ich fänds auch viel schöner, wenn das alles ein wenig stattfinden könnte.
        Stimmt gegen das Wände Wackeln kann man leider nichts machen. Ich befürchte ja immer noch, dass einer der Männlein irgendwann von draußen in meine Wohnung fällt, weil er endlich den Durchbruch geschafft hat..

        Von den Schnecken gibt es natürlich Fotos. 😀 Ich hocke ja nur davor. Anfang November kommen die neuen Schnecken zu mir, die werde ich dann auch ausgiebigst fotografieren und dann ein paar Bilder posten.

      • Bei mir klang es immer so, als ob sie gleich durch die Wand kommen (war hauptsächlich die Wohnung neben mir, in der sie Radau gemacht haben)^^

        Auf die Schneckenbilder bin ich gepsannt, besonders auf die Albinoschnecken.

  2. Oh,
    das Blog lebt … 😉

    Schade um die Ratten – aber immerhin ein tapferer Krieger ist geblieben! Udn auf die Schneckenfotos bin ich mal gespannt.

    Durchgängige Fernbuslinie – du mußt Zeit und Geld haben … 😉

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