Hoch mit dem Arsch

So. Ich habe ein bisschen Zeit übrig und kann deswegen berichten, was ich die letzten Tage so gemacht habe.

Ich habe die anhaltende Motivation ausgenutzt und ein bisschen mit dem FitnessTracker Nuppsie rumgespielt. Ich habe vom Motivationsverlust anderer profitiert und ein gebrauchtes Garmin vivosmart HR erstanden. Das Nuppsie hat den Vorteil, dass es von meinen Bewegungen lernt. Soll heißen, wenn ich mein vorgegebenes Schrittziel brav erreicht habe, bekomme ich einfach ein höheres Ziel. Wenn ich es nicht schaffe, wird das Ziel wieder um einige Schritte verringert. Das ist bisher ein einzges Mal passiert. Am Tag, an dem ich das Nuppsie bekommen habe. Das Resultat war, dass der feine Herr FitnessTracker Mitleid mit mir hatte und Dinge in die App schrieb wie „Dein Schrittziel wurde verringert. Heute schaffst du es bestimmt.“ Pffft…dieses geheuchelte Mitgefühl kann sich der feine Herr FitnessTracker auch sparen. Weil ich einfach nicht damit leben kann, dass eine Uhr Mitleid mit mir hat, habe ich mir geschworen, dass das nie wieder passieren wird. Jedenfalls nicht so lange ich noch genug Motivation habe, dies zu verhindern.
Also laufe ich jeden Tag brav meine 8000 und ein bisschen Schritte. Wahrscheinlich sind es ein paar weniger, denn ich bin noch immer nicht so richtig davon überzeugt, dass das Dingen richtig zählt. Aber es treibt mich vor die Tür, also was solls. Wenn ich längere Zeit inaktiv bin, vibriert es an meinem Arm, was dazu führt, dass ich mich manchmal kurz vor Schlafenszeit noch im Treppenhaus beim Treppensteigen wiederfinde, weil ich mit Inaktivitätsbalken auf der Uhr nicht ins Bett gehen kann.
An den Wochenenden stehen meistens größere Spaziergänge auf dem Plan. Ja gut, ich spiele hauptsächlich PokémonGo dabei, aber ich muss dabei gehen. So kommen gerne schon mal zehn bis zwölf Kilometer zusammen, ohne dass man es im ersten Moment merkt. Abends merke ich es an den schweren Beinen. Bis gestern war mein rechter Wadenmuskel hart wie ein Stein, weil der Mann und ich am Sonntag durch den Grugapark in Essen gelatscht sind.

Gestern hatte ich eine etwas andere Art von Workout. Anderthalb Stunden mit vollem Körpereinsatz Brombeeren pflücken. Ein paar Straßen weiter ist ein großes Firmengelände. Auf der Wiese, auf die es vor ewigen Zeiten gesetzt wurde, wuchsen schon immer viele Brombeersträucher. Ein bisschen Restwiese ist geblieben und die Brombeersträucher auch. Es ist echt Dornröschenmäßig. Die Hauptäste sind teilweise so dick wie der Arm eines Kindes. Dementsprechend stachelig ist es auch. Das hat mich nicht davon abgehalten die Sträucher von einem Kilo dieser lästigen Beeren zu befreien. Leider waren die meisten Brombeeren außerhalb meiner Reichweite, sonst hätte ich noch länger und noch mehr gepflückt. Ich liebe Brombeeren pflücken. Es erinnert mich an meine Kindheit. Früher bin ich oft mit meiner Familie pflücken gegangen. Entweder hier in der Heimat oder im Westerwald, wo wir immer auf einem Campingplatz geurlaubt haben. Und wenn meiner Oma ein Holunderbaum unter kam, wurde der kurzerhand auch abgeerntet.

Dem FitnessTracker Nuppsie hat dieser Ausflug auch sehr gefallen. Als ich wieder daheim war, war mein Wochenziel an Intensitätsminuten voll und ich hatte eine große Menge Kalorien verbrannt. Und auf dem Rückweg habe ich auch noch schnell mein Schrittziel voll gemacht und ein Pokémonei ausgebrütet. Erfolge wohin man sieht.

Ihr seht, meine Motivation hält tatsächlich noch an und ich bekomme noch immer brav den Hintern hoch. So wie jetzt, denn ich muss noch 2000 irgendwas Schritte gehen, sonst hat das Tracker Nuppsie wieder Mitleid mit mir und das kann ich nicht zulassen. Passenderweise muss ich auch noch ein Pokémonei zu Ende ausbrüten. Also mache ich mich jetzt mal auf den Weg, bevor ich mich gleich nicht mehr aufraffen kann.

Wie läuft es mit der Motivation bei euch?

 

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