Eine schneckliche Geschichte

Es wurde nach Schneckenbildern verlangt. Schließlich hat sich seit dem letzten Mal einiges im Schneckenbecken getan. Elfriede, Ed und Friedbert schnecken immer noch glücklich durchs Becken.

Vor ein paar Monaten kam mein Bruder zu mir und fragte von Karl Ottos ehemaliger Besitzerin, ob ich nicht noch eine Schnecke aufnehmen möchte. Eine sogenannte White Jade. Das ist eine Achatina fulica, die einen albinotischen Körper hat. Und da ich mich ohnehin nach einer White Jade umgesehen hatte, habe ich sie kurzerhand aufgenommen. In all meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, ich bekomme eine niedliche kleine Schnecke zum Knuddeln und Wuddeln.
Holla, die Waldfee, sagt: Am Arsch!
Was ich bekam war ein riesen Vieh von 10 cm Hauslänge.

Huiii

Huiii

Hier mal ein Größenvergleich. Oben ist eins der drei Schnecks, unten, wie man unschwer erkennen kann, das Riesenschneck. Ich habe es Gertrude getauft. Lustiger Weise hat es Gertrude geschafft, die drei Anderen zu aktivieren. Seit sie da ist, sind sie viel aktiver und haben plötzlich auch viel mehr Interesse daran zu wachsen und quatsch zu machen.

Das gefährliche Rochenschneck

Das gefährliche Rochenschneck

Hier sehen wir das gefährliche Rochenschneck beim Heilerdebad. Auf Heilerde steht Ed total. Immer, wenn ich es neu befülle, kriecht er rein, macht sich ganz platt und bleibt ein Weilchen regungslos liegen. Das sieht dann so aus wie auf dem Bild. Ich glaube, der Heilerde ist es auch geschuldet, dass Ed in seinem Wachstum regelrecht explodiert ist. Er ist mittlerweile fast so groß wie Gertrude.

Das seltene Bromelienschneck

Das seltene Bromelienschneck

Hier haben wir das seltene Bromelienschneck. Beachten Sie genau, wie es sich als Bromelienblatt tarnt und dabei mit einem Auge seine Umgebung erkundet.
Elfriede liebt es in der Bromelie zu schlafen. Leider sind Bromelien zu groß, weswegen ich sie nach diversen Vorfällen lieber durch eine etwas kleinere Pflanze ersetzt habe.

Fluchtversuch

Fluchtversuch

Sowas passiert dann nämlich. Hier habe ich ihn gerade noch erwischt. Ein anderes Mal hatte ich nicht so viel Glück. Da machte ich das Becken sauber und vermisste Ed und Friedbert. Ist auch schon ne Kunst seine Schnecken zu verlieren. Brüderchen half mir beim Suchen. Ed hockte pennend und wohl auch frierend unter dem Schränkchen, auf dem das Becken steht. Friedbert war erst mal unauffindbar. Klar, die Bude steht seit der Baustelle voll von irgendwelchem Zeug. Ein Paradies zum Verstecken. Als Brüderchen nachsehen wollte, ob Friedbert vielleicht unter die Couch gekrochen war, hörte ich nur noch schallendes Gelächter. Grund dafür?

Haltet ihn!

Haltet ihn!

Der Herr hatte es sich im ingesourcten Garten bequem gemacht und schneckte fröhlich seines Weges.

Ja, man hat schon allerhand Action mit den Viechern, wenn man es richtig macht.
Da die große Gertrude und der kleine Friedbert beide bereits geschlechtsreif waren, dauerte es auch nicht lange, bis ich beim Saubermachen das erste Gelege fand. Zwei Eier habe ich davon zum Ausbrüten behalten. Die anderen kamen in den Froster.

Ein neues Schneck

Ein neues Schneck

Das kam aus einem der beiden zurückbehaltenen Eier. Ein klitzekleines Schneckchen, gerade mal ein paar Millimeter groß. Mittlerweile hat es Farbe bekommen und ist ganz kräftig gewachsen. Es ist bestimmt schon drei Zentimeter groß. Derzeit wohnt es als Untermieter in einem anderen Becken.

Von einem Kumpel meines Bruders bekam ich ein großes Aquariumbecken geschenkt, weswegen ich plötzlich wieder Platz für ein paar Schnecken mehr hatte. Daher habe ich mich in den Kleinanzeigen nach einigen Schnecks umgesehen und wurde fündig. Vier Schnecken sollten es werden. Eine Wildfarbene und drei sogenannte Two Tones. Die Two Tones fand ich unheimlich schön, weswegen ich gleich verliebt war.

Als sie dann bei mir zu Hause waren, fand ich heraus, dass es sich bei den Two Tones nicht um die von mir gehaltenen Achatina fulica, sondern um Achatina immaculata handelte. Blöd, wenn der Verkäufer einem was anderes erzählt. Nun saß ich auf drei Schnecken, die ich nicht zu den anderen setzen konnte, weil die sich irgendwann untereinander verpaaren und irgendwelche nicht gewollten Hybriden zeugen würden. Das geht so nicht. Nun musste ich mir überlegen, ob ich sie abgeben oder behalten soll.

Two Tone Knubbel

Two Tone Knubbel

Als könnte ich sowas niedliches einfach abgeben. Es musste also ein Heim für die Kleinen gefunden werden. Die erste Zeit wohnten sie in einer kleinen Ratten Transportbox. Mittlerweile haben sie ein etwas ansprechenderes Domizil.

Das Schwedenhaus

Das Schwedenhaus

Das ist das Haus der Two Tones. Da es sich hierbei um ein Gewächshaus des schwedischen Möbelhauses handelt, nenne ich sie liebevoll die Schwedenschnecks. Daher ihr nordisch angehauchter Nachname: Schneckson. Vor kurzem ist das kleine Schneckenbaby zu den Schnecksons gezogen, da seine Heimchenbox etwas zu klein wurde. Leider ist es den Schwedenschnecks eindeutig etwas zu kalt, weswegen bald noch eine kleine Heizmatte an das Häuschen gebastelt wird. Es soll ihnen ja schließlich gut gehen.

Neulich erst begab ich mich mal wieder auf Eiersuche. Derzeit wollen mich die von Schnecks allerdings wirklich verarschen, denn sie produzieren keine vollständigen Gelege mehr, sondern immer mal wieder zwei, drei Eier, die sie einfach unmotiviert durch die Gegend fallen lassen. Einmal mit Profis arbeiten. Ich erkläre mir das so, dass Elfriede und Ed die Geschlechtsreife erlangt haben und deswegen ein paar Probeeier produziert haben. Das passiert wohl, wenn Schnecken noch nicht so geübt im Erwachsensein sind. So begab es sich also, dass ich ein Ei fand und dieses aus der Erde fischen wollte. Allerdings entglitt es mir und war weg. Ich habe ewig lange gesucht, doch ich habe es nicht mehr gefunden.

Irgendwann letzte Woche habe ich es dann gefunden.

Ei entwickelt sich zu MikroKnubbel

Ei entwickelt sich zu MikroKnubbel

Es hatte sich zu einem Mikroknubbel weiterentwickelt und hockte dreist an der Scheibe. Soviel Kühnheit konnte ich schlecht mit dem Froster bestrafen, deswegen wohnt der kleine Knubbel nun in der Schnecken WG, bis der Kindergarten hier Einzug hält.

Die Schnecken WG besteht derzeit aus drei Schnecken. Zwei davon sind Findelschnecken, die ich hier bei mir überwintern lasse. Eine von beiden hing in dem Farn, den ich für die Farnschrecken aus dem Wald geholt habe. Plötzlich hing sie klein und schlafend am Fliegengitter und bewegte sich nicht. Ich habe sie also kurzerhand abgepflückt und sie bei mir einquartiert. Ich habe noch immer nicht die geringste Ahnung, was für eine Schnecke sie mal werden will, wenn sie groß ist.

Kleines Findelschneck

Kleines Findelschneck

So sah sie aus, als ich sie gefunden habe. Da war sie vielleicht zwei Millimeter groß.

großes Findelschneck

Großes Findelschneck

Und so sieht sie heute aus. Sie ist ein ganzes Stück größer geworden und scheint sich ein nobles rosa Häuschen zuzulegen. Ich tippe vorsichtig darauf, dass es eine Bänderschnecke werden könnte. Ich werde es sehen, wenn sie etwas älter ist. Im nächsten Frühjahr werde ich sie an die Stelle zurückbringen, an der ich den Farn gepflückt habe. Jetzt ist es bereits zu kalt dafür. Sie würde erfrieren, da sie sich nicht auf den Winterschlaf vorbereiten konnte. Der andere WG Mitbewohner ist eine keine, verfressene Nacktschnecke, die ebenfalls nächstes Frühjahr an die Luft gesetzt wird. Von ihr habe ich aber bisher kein Foto.

Nächste Woche fahre ich wieder in Giesberts Gefilde. Dort beherbergt der Mann für mich den Kindergarten. Acht kleine Achatina fulica Vollalbinos. Ich wollte zwar anfangs nur zwei, aber ob jetzt zwei oder acht..was soll der Geiz.

Kindergarten

Kindergarten

Sind sie nicht süß? Der Mann hat heute mal durchgezählt und scheinbar sind es nur noch sieben. Entweder, er hat am Anfang falsch gezählt, oder jetzt. Oder einer der Knubbel hat es nicht geschafft und wurde der Nahrungskette zugeführt. Aber ob sieben oder acht Knubbels, ich habe sie jetzt schon alle lieb. Guckt doch nur wie niedlich die sind!

Sobald sie hier sind, wird dann der große Umzug beginnen. Die großen Schnecken ziehen in das große Becken, der Kindergarten kommt in das kleine Becken. Die Schnecksons bleiben erst mal wo sie sind, bis sie sich dazu entschließen zu wachsen. Dann kommen sie in mein Back up Becken, dass noch bei einer Bekannten steht. Ein Becken werde ich wohl noch brauchen, aber erst, wenn alle Schnecken größer sind. Und das dauert zum Glück noch einige Monate.

Wie sich die Babyschnecken entwickeln, werde ich euch hier natürlich in regelmäßigen Abständen berichten.

Ich glaube, ihr seid jetzt wieder auf dem neuesten Schnecken Stand. Ich habe natürlich noch drölfzig Fotos von den Schnecks, aber ich brauche ja noch ein paar, die ich in zukünftige Posts einbauen kann.

Hiermit verabschiede ich mich ins Wochenende und wünsche euch ein schönes selbiges. Ich weiß ja nicht, was ihr so treibt, aber die Schnecken und ich, wir werden…

Fernsehschneck

Fernsehschneck

Das etwas andere Frühstück

Der Mann war vor kurzem hier und ich kam in den Genuss seiner Frühstücks- Pancake- Kreationen. Eine davon habe ich getwittert. Die Chili Cheese Pancakes.

Chili Cheese Pancakes

Auf Twitter wurden Stimmen laut, die nach einem Rezept verlangten. Das lässt sich nicht mal eben in 140 Zeichen quetschen, daher mache ich das nun hier.

Für das Pancake Rezept habe ich beim Mann recherchiert, doch der sagte nur: „Da gibts kein Rezept, ich mische einfach Mehl und Milch, bis der Teig eine schöne Konsistenz hat und hebe dann Eischnee unter.“
Ist ja nur so semi hilfreich..Ich kann dazu anmerken, dass er die letzten Male immer zwei Eiklar in Eischnee verwandelt und den Teig an diese Menge angepasst hat. Die Eigelbe hat er auch einfach mit in den Teig geworfen. Salz darf auch nicht vergessen werden.

Achtet darauf, dass der Teig nicht zu flüssig ist, denn sonst gibts Crêpe. Leider bin ich in Sachen Pancake hier in keinster Weise hilfreich, aber da das Internet ja unser aller Freund ist, werden sich da sicher eine Menge Rezepte finden, die man alle total gut nachmachen kann.

Kommen wir nun zum Chili und hier kenne ich mich wieder aus. Hier müsst ihr schauen, wie ihr es am Liebsten mögt. Das Grundrezept lautet wie folgt:

30 ml Öl

2 Zwiebeln, gehackt
3 Knoblauchzehen, zerdrückt
500 g Rinderhack
500 g Rinder-Gulaschfleisch, fein gewürfelt
1 gr. Dose Tomaten, mit Flüssigkeit, aber etwas zerdrückt
250 ml dunkles Bier
200 ml Kaffee
2 kl. Dosen Tomatenmark
200 ml Rinderbrühe (aus Instant zubereitet)
50 g brauner Zucker
3 EL Chilipulver
1 TL gem. Kreuzkümmel
1 TL Backkakao
je 1/2 TL getr. Oregano und gem. Koriander
Salz und Pfeffer
3 Dosen Kidneybohnen, abgegossen
3 kl. frische Chilischoten, entkernt und fein gewürfelt (oder weniger)

Ich habe das gute Stück allerdings bis zur Unkenntlichkeit modifiziert, weil es mir so einfach besser schmeckt. Ich sage euch gleich: Mit dem Originalrezept wird es schwierig die Pancakes zu machen, denn die Konsistenz ist zu flüssig. Mit dem Originalrezept erreicht ihr eine Konsistenz, die in etwa mit der von Gulasch vergleichbar ist. Das Chili würde euch vom Pancake rutschen.
Deswegen hier meine Modifikation:

Einen Schluck Öl
2 Zwiebeln gehackt
3 Knoblauchzehen, gepresst
1kg Hackfleisch. Ich nehme gemischtes, weil ich pures Rinderhack nicht so gern esse. Nehmt, welches ihr mögt.
1 Päckchen passierte Tomaten. Das dürften 500g sein.
1 Flasche Schwarzbier. Ihr könnt auch Malzbier nehmen, dann wird es aber etwas süßer.
200ml starken schwarzen Kaffee
50g braunen Zucker/ Rohrzucker
3 EL Chiliplver
1 gestrichener TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL getrockneter Oregano
1 gestrichender TL gemahlener Koriander.
2 Riegel Zartbitterschokolade mit mindestens 80% Kakao. Ich verwende die Zartbitterschokolade von Ald* Süd mit 85% Kakao.
3 Dosen Kidneybohnen, abgegossen
3 kl. Chilischoten, je nach Schärfegrad der Chilischoten.
Salz, Pfeffer
Wer möchte, kann auch noch Baconwürfel mit rein werfen.

Egal nach welchem Rezept, die Zubereitung bleibt weitgehend die gleiche.

Öl in einem großen Topf erhitzen, darin die Zwiebeln und das Fleisch anbraten (Und den Bacon, wenn ihr welchen haben wollt). Am Besten bratet ihr zuerst das Fleisch an, denn das sollte richtig schön braun werden und alles Wasser, das das ordinäre Fleisch manchmal beim Braten verliert, muss komplett verdunstet sein. Bis es soweit ist, sind die Zwiebeln meistens verbrannt. Habe ich exklusiv für euch schon getestet.
Danach alle anderen Zutaten, bis auf die Bohnen dazu und das ganze abschmecken.
Bei kleiner Hitze unter häufigem rühren etwa 90 Minuten vor sich hin köcheln lassen.
Dann die Bohnen dazugeben und noch einmal 30 Minuten köcheln lassen.
Es macht dem Chili auch nichts, wenn es länger auf dem Herd steht. Das macht es nur besser. Auch mehrfaches Aufwärmen steckt es gut weg.

Jetzt macht sich natürlich keiner die Mühe drölf Stunden lang einen riesen Topf voll Chili zu kochen, nur um einen Bruchteil davon zwischen ein paar Pancakes zu quetschen. Aber mit so einem Chili Rest kann man sowas wunderbar machen. Immer vorausgesetzt, es bleibt auch ein Rest übrig.

Wir haben also nun Pancakes gemacht und von gestern ist noch ein bisschen Chili übrig, dass wir kühn vor allen anderen, selbstverständlich absolut begeisterten, Mitesslingen gerettet haben. Was wir nun noch brauchen, sind Käse und Turmbau Künste.

Der Mann hat kaltes Chili genommen, um es zwischen die Pancakes und den Käse zu schichten, aber ich könnte mir denken, dass es auch sehr lecker ist, wenn man das Chili aufwärmt. Dann zerläuft der Käse nämlich noch ein bisschen.

Der Käse war übrigens ordinärer Schnittkäse vom Aldi. Ein milder und etwas nussiger, aber auch hier kann man alles nehmen, was man mag und was weg muss. Ein etwas kräftigerer Käse würde sicher auch sehr gut passen. Probiert einfach aus, was euch schmeckt. Wir sind hier schließlich alles kleine Forscher.

Ich wünsche guten Appetit.

Das Kreuz mit dem Kreuz

Einer der großen Vorteile, wenn man offiziell alt ist, ist dass man über seine zahlreichen Wehwehchen klagen darf. Total gut. Ich habe Rücken. Näh, wat ich Rücken han..

So ein bisschen Rücken hat man ja immer mal wieder. Angefangen hat es nach dem Tragen eines Biologiebuches. Klingt natürlich voll lächerlich, aber es war der Purves Biologie. Guckt euch den mal an. Damit kann man kleine Kinder erschlagen und Erwachsene schwer verwunden. Der hat bestimmt drölfzig Seiten.

Die Selbstdiagnose lautete Hexenschuss. Geht bestimmt wieder weg und so. Ging nicht wieder weg. Stattdessen wurde es so schlimm, dass ich teilweise nicht mehr aus einem Auto aussteigen konnte, weil mir schmerzlich bewusst wurde, dass Beine und die Muskulatur der Lendenwirbelsäule verdammt eng miteinander zusammenarbeiten. Physiologie Live sozusagen. Das Eingerenkt werden beim Orthopäden brachte keinen Erfolg, war aber super. Regelmäßig eingenommene Schmerzmittel führten dann dazu, dass sich die Rückenmuskulatur so weit entspannen konnte, dass ich immerhin selbstständig von einem Stuhl aufstehen konnte, ohne gleich wieder umzufallen, auch, wenn ich mich nur bis etwa zur Hälfte aufrichten konnte. Sah dann zwanzig Minuten lang dämlich aus, aber war ok. Der Orthopäde war darüber allerdings nicht halb so amüsiert wie ich und schickte mich gleich zum MRT. Ich musste nur vier Wochen auf einen Termin warten und das schreibe ich ganz ohne Ironie. Ich dachte wirklich, das würde länger dauern.

So ein MRT ist ja schon richtig kuschelig. Ich hatte ein bisschen mehr Platz erwartet. Wo andere Platzangst hätten, hatte ich die irrationale Angst, dass mir eins der Piercings, die ich selbstverständlich entweder rausgemacht oder durch Plastikstecker ersetzt habe, aus dem Körper fliegt. Da sind einige Körperteile dabei, um die es echt schade gewesen wäre. Nachdem das Piercing Massaker aber ausblieb, war es eigentlich nur noch laut. Es war recht schwierig für mich zwanzig Minuten lang still zu liegen, weil ich absolut kein Rückenlieger bin. Es gab aber schöne Bilder.
Und haben die was gefunden? Haben sie.

Ich bin nun stolze Besitzerin eines zweifachen Bandscheibenvorfalls in der Lendenwirbelsäule. Der obere ist nicht so schlimm, der andere drückt auf den Nerv und nervt mich.
Geschenkt hat mir dieses unverhoffte Glück wohl eine Skoliose, also eine Verschiebung der Wirbelsäule, wahrscheinlich wegen zwei verschieden langer Beine, das muss aber erst noch überprüft werden.

Kein geiles Gefühl mit nicht mal dreißig Jahren schon Rückenkrank zu sein. Zum Glück ist es noch nicht so schlimm. Behoben werden kann das zwar nicht, weil sich der Knorpel, der die Bandscheiben bildet, nicht mehr regeneriert, aber es muss auch nicht operiert werden. Ich habe zehn wunderbare Akupunktursitzungen bekommen, nach denen ich mich besser fühle, solange ich nicht zu lange auf gepolsterten Oberflächen sitze. Auf dem Bett sitzen kann ich nicht so gut, oder auf stark gepolsterten Stühlen, oder so. Zum Glück gibts davon in der Uni nicht so viele. Ich denke, nach der Akupunktur wird Physio oder sowas folgen, um den Rücken zu trainieren. Danach werden meine Beine vermessen und geschaut woher die Skoliose kommt, damit sich die Bandscheiben nicht noch stärker abnutzen.

Ich soll zum Ausgleich Sport treiben, damit die Rückenmuskulatur locker bleibt und gekräftigt wird. Ich traue mich aber nicht. Die einzige Sportart, bei der ich nicht nach zwei Wochen jegliche Motivation verliere, ist schwimmen. Schwimmen war ich das letzte Mal mit Rückenschmerzen. Danach waren die Schmerzen richtig schlimm. Jetzt sind sie gerade erträglich und ich will nicht, dass sie zurückkommen.
Auf der anderen Seite steht die Angst, dass es zeitnah schlimmer wird und ich quasi nicht mehr arbeiten kann, bevor ich überhaupt wirklich angefangen habe zu arbeiten. Mein Orthopäde sagte, ich solle schauen, dass meine Arbeitsflächen meiner Größe angepasst sind. Ich musste kichern. Ich habe keine Ahnung, wie gut sich das in einem Labor umsetzen lässt. Ich werde es erleben. Man macht ja kein Fass auf, wegen ungelegter Eier. Solange ich einigermaßen am Alltag teilnehmen kann, bin ich zufrieden.

Und? Wie habe ich das gemacht? Klang doch fast wie das Genöle einer alten Frau, oder?

Und bei euch so..?

Kinners, wie die Zeit vergeht.. Da schreibt man irgendwann im März noch nen Post und kaum dreht man sich um ist Mitte Oktober..Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen..

Die Twitter Follower trifft es nicht ganz so hart, denn da beteilige ich mich immer noch mehr oder weniger rege am Kommunikationsbetrieb, aber ihr anderen..so vollkommen informationslos! Ihr merkt, ich gebe mir mühe hier ein wenig Dramatik hineinzulegen. Es wäre daher nett, wenn ihr mich dahingehend unterstützt und euch an der Stelle da mal ein bisschen Dramatik denkt. So mit verdrücktem Tränchen und theatralischem Handrücken an der Stirn und so. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch noch ne kleine Ohnmacht einbauen, ich wäre euch deswegen nicht böse..

Meine Mission heute: Euch auf den neuesten Informationsstand zu bringen. Ich bin mir allerdings fast sicher, dass ich die Hälfte wieder vergessen werde. Ich versuche an die Eckpfeiler zu denken. Mit einer chronologischen Reihenfolge kann ich allerdings nicht mehr dienen, aber man kann ja auch nicht alles haben.

Euer letzter Informationsstand hier ist, dass eine neue Schnecke eingezogen ist. Damals hatte sie noch keinen Namen.

Die Schnecke hat den Namen Friedbert bekommen und erwies sich als kleinwüchsiger. Er wächst nur ganz langsam. Das hat den großen Vorteil, dass er im Schneckenbecken nicht so viel Platz wegnimmt und hat den Nachteil, dass er durchaus in der Lage ist den Kleinwuchs an seine Nachkommen weiterzugeben. Generell hat sich bezüglich der Schneckenhaltung viel getan. Aus drei Schnecken wurden erst vier, da ich eine nicht gewollte Schnecke bei mir aufgenommen habe, dann wurden es fünf. Zeitgleich quasi wurden es acht, da ich drei Schnecken einer anderen Art zu mir genommen habe. Dann ist mein erstes Schneckenbaby geschlüpft und erst vor kurzem habe ich acht kleine Babyschnecken erworben. Was heißt erworben.. Mit dem Besitzer ausgemacht waren zwei. Durchgerungen hatte ich mich schließlich zu fünf. Bekommen habe ich acht. Drei Back up Schnecken, weil man nie weiß, ob auch alle durchkommen.
Vor zwei Tagen erblickte ich dann das Ei, das mir die Woche zuvor beim Suchen durch die Lappen gegangen ist. Es hatte sich in der Zwischenzeit weiterentwickelt und klebte als winzig kleines Schneck dreist an der Scheibe. Wer mitgezählt hat, hat erkannt, dass ich also mittlerweile 18 Schnecken mein eigen nenne. Dazu kommen zwei Findelschnecken, die ich in irgendwelchem Gestrüpp mit eingeschleppt habe und die jetzt bei mir überwintern dürfen. Im nächsten Frühjahr dürfen sie aber wieder raus.

Zu den Schnecken sind auch Schrecken dazu gekommen. Farnschrecken, um genau zu sein. Diese gehören zu der Gruppe der Phasmiden, sind also Stabschrecken. Von zehn bestellten Eiern sind drei Exemplare geschlüpft. Ein Weibchen und zwei Männchen. Das Weibchen ist vor kurzem gestorben. Es hat mir allerdings so an die 70 Eier hinterlassen, die ich alle fröhlich bebrüte. Ich erwarte im Laufe des Novembers die ersten Schlüpfenden. Durch die Biester bin ich immer ganz viel draußen, da Farnschrecken überraschender Weise tatsächlich nur Farn fressen. Man sah mich also im Sommer regelmäßig mit einer kleinen Schere durch den Wald rennen, auf der Suche nach Farn. Pflanzenschützer aufgepasst: Ich habe nur Farn genommen, der nicht unter Naturschutz steht. Den dafür aber auch zahlreich. Mittlerweile habe ich mir zwei kleine Farne von meinem Campinggrundstück importiert. Back up Farn für den Winter.

Das Rudel McKnurps gibt es auch nicht mehr. Nur noch ein trauriges Überbleibsel. Bis auf Dyspro sind alle über die Regenbogenbrücke gegangen, wie man so schön sagt. Alle drei in einem Zeitraum von etwa sechs bis acht Wochen. Dyspro erfreut sich allerdings noch bester Gesundheit. Ich arbeite daran die erste kugelförmige Ratte der Welt zu erschaffen, indem ich ihn von vorne bis hinten verwöhne. Er wird vielleicht viel zu fett und an Diabetes sterben, aber er wird glücklich sterben. Er feiert nächsten Monat übrigens einen zweiten Geburtstag. Vielleicht backe ich ihm einen Käsemuffin..

Seit Mai habe ich auch einen neuen Mann an meiner Seite. Was kann ich darüber sagen..Is schön. Ist natürlich wieder ne Fernbeziehung. Andere kann ich irgendwie nicht. Funktioniert bisher aber recht gut. Eine durchgängige Fernbuslinie ist dabei unglaublich hilfreich. Vielleicht erzähle ich irgendwann noch mal ausführlicher. Diesbezüglich gäbe es tatsächlich ein paar schöne Fee vs. Hirn Geschichten, die ich euch eigentlich nicht vorenthalten möchte. Der neue Mann wohnt übrigens in Gisberts Königreich. Ungemein praktisch, muss ich sagen.

Uni läuft auch immer noch. Ich möchte nicht sagen gut, aber ich bin in meinem Soll. Wenn auch nur knapp. Aber ich habe dieses Semester genug Alt- und Neulasten, die ich abbauen kann, um damit meinen Schnitt in ungeahnte Höhen zu treiben. Ich glaube, es sind sieben Klausuren und eine mündliche Prüfung. Vier davon an zwei Tagen. Pff..Sitz ich doch auf einer Arschbacke ab..Dieses Semester wird eine Menge Arbeit, wenn ich das Studium in Regelstudienzeit abschließen will, aber das wird schon werden. Und wenn das alles durch ist..dann ist schon Zeit für die Bachelorarbeit. Die Zeit ist verflogen..

Seit Juni/ Juli wohne ich auf einer Baustelle. Sie kam schleichend, hat erst so ein bisschen vor sich hingestört und wurde immer nerviger. Inzwischen bin ich an dem Punkt, an dem ich jedem Handwerker, der mir morgens ein fröhliches „Guten Morgen“ (Um 07:15 Uhr) entgegenflötet, einfach nur die Treppe herunterstoßen will. Die Baustellensituation muss ich auf jeden Fall noch ausführlich erzählen. Aber die Geschichte muss ich erst vorschreiben, weil ich mich sonst wieder in Rage tippe…Könnte auch so ein Geschichtszyklus werden. Wahrscheinlich ähnlich episch wie der Herr der Ringe. Sauron war allerdings nur halb son Arsch..

Ich bin offiziell alt. Ich habe Rücken. Ärztlich bestätigt. Damit ich nicht mehr Rücken habe, bekomme ich Akupunktur. Aus irgendeinem mir vollkommen unerklärlichen Grund habe ich die Behandlungen so früh wie nur irgendwie möglich gelegt. Das heißt um acht Uhr morgens.
Das ist einer der Gründe, aus denen die Bauknechte überhaupt dazu befähigt sind potentiell von mir die Treppe runtergestoßen zu werden. Sonst würden die mich vor zehn ja gar nicht zu Gesicht bekommen, wenn überhaupt. Uni ist ja jetzt drei von vier Malen am Nachmittag, was bedeutet, ich kann ganz entspannt in den Tag starten. Also, könnte ich, wäre da nicht jeden Morgen ab 07:15 Uhr der liebliche Klang diverser Bauwerkzeuge.

Ich glaube, ihr seid jetzt wieder grob im Bilde. Viel Interessantes ist nicht dabei, aber das habe ich ja auch niemals behauptet. Ich versuche jetzt wieder ein bisschen öfter was zu schreiben, auch wenn nicht viel innovatives passiert, zur Zeit und ich die meiste Zeit nicht weiß, ob euch das, über das ich schreiben wollen würde auch interessiert. Aber ein bisschen fehlt mir das Schreiben doch.

Ich entsende euch nun in den Feierabend und gehe erstmal schlafen. Habt ein schönes Wochenende.

Uh, ein Stöckchen. Diesmal von 0x0d

Ich wäre sicher ein prima Hündchen. Apportieren klappt jedenfalls schon mal ganz gut. Und da ich nun meinen Laptop zurück habe, schreit das ja gerade nach einem Blogpost. Und die Fragen sind dieses Mal richtig gut, so dass ich mich sogar ein bisschen darauf freue, sie zu beantworten. Ich glaube, ich mache mal einen Post mit useless Fee facts, damit alle Stöckchenfragen auf eig beantwortet sind.

1. Vegetarisch oder sogar vegan leben: wie lange würdest du durchhalten?

Das wird darauf ankommen, wieviele gute Rezepte ich finde. Vegetarisch würde ich vermutlich recht lange durchhalten, da ich sonst auch nur sehr wenig Fleisch esse. Da ist der Schritt zu kein Fleisch nicht mehr so groß. Wie lange ich vegan durchhalten würde, ist wirklich abhängig davon, ob ich gute Rezepte finde, die mir schmecken. Ich mag gut verarbeiteten Tofu und andere Soja- Lebensmittel und koche auch damit, wenn ich mal wieder ein wenig Abwechslung haben möchte. Ich würde Käse und Honig aber vielleicht irgendwann vermissen.

2. Gibt es eine Zahl, die in deinem Leben eine ganz besondere Bedeutung hat?

Hmm..Darüber habe ich noch nie so genau nachgedacht. Die 19 vielleicht. Ich bin an einem 19. geboren und sie kommt auch in meinen Lieblingsbüchern vor.

3. Hast du Pflanzen in deiner Wohnung stehen? Wie lange (über-)lebt die “dienstälteste” Pflanze schon bei dir?

Ich habe tatsächlich Pflanzen bei mir stehen. Meistens bekomme ich die, auf die meine Mutter keine Lust mehr hat. Die werden dann zum Sterben an mich abgetreten. Ich habe also sozusagen ein Pflanzenhospiz. Aber ich habe auch einen Sukkulenten, der sich seit ca. 14 Jahren mit aller Kraft ans Leben klammert und sich absolut wehement weigert zu sterben. Den könnte ich eigentlich mal wieder umtopfen..
Außerdem habe ich jetzt auch eine Bromelie im Schneckenbecken, die sich allerbester Gesundheit erfreut, weil sie jeden Tag von mir besprüht wird. In Zukunft werden noch ein paar Farne dazu kommen, als Futtervorrat für meine neuen Viecher. So ich denn Farn und Viecher bis zum Winter noch nicht umgebracht habe..

4. Welches Lied geht dir im Augenblick am meisten auf den Wecker?

Puh…schwierig. Wahrscheinlich „too far“ von Anna F.. Da ich Abends viel Viva gucke und das bei jeder Werbepause eingespielt wird.

5. Selber kochen: nur das nötigste, um nicht zu verhungern, oder zur Kunst erhoben?

Beides. Da spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle. Wenn ich im Unistress bin, dann koche ich nur das Nötigste. Wenn ich Zeit habe, darf es auch schon mal mit etwas mehr Aufwand sein. Ob es zur Kunstform reicht, weiß ich nicht, da ich nur von mir Feedback bekomme, aber das wenigste, das ich bisher gekocht habe, war absolut ungenießbar, also wird es wohl ganz ok sein.

6. Wo wir gerade dabei sind: was hast du zuletzt selbst auf dem Herd (oder im Backofen) gezaubert?

Das letzte aufwendige, dass ich auf dem Herd gemacht habe, war ein Curry aus Kichererbsen und Linsen. Das letzte aufwendige aus dem Ofen war..öhm..ein Gratin aus Süßkartoffeln und Kartoffeln. Das war insofern aufwendig, als dass ich beinahe diverse Finger verloren hätte, beim Süßkartoffeln schneiden. Das letzte einfache aus der Pfanne, war das Schnitzel heute Mittag und das letzte einfache aus dem Ofen war mein Müsli.

7. Und gib es zu: irgendwas ist beim Kochen auch schonmal richtig schiefgegangen. Wie schlimm war es?

Ich habe mal eine Bechamelsauce gemacht und die Gewürzmühle verwechselt. Statt des Muskat, habe ich die 5 Gewürze Mischung genommen. Und da ist Anis und ähnliches drin. Das war nicht so lecker. Und ich habe mal ein fertiges Essen auf dem Herd stehen lassen und vergessen die Platte auszumachen. Der Herd stand nur auf kleiner Flamme, deswegen ist nichts schlimmeres passiert, aber als ich es merkte, war die gesamte Flüssigkeit aus dem Essen verschwunden und das Essen selbst..ich würde mal sagen..pulverich. ^^

8. Hast du ein Kleidungsstück, was längst nicht mehr dazu taugt, dass du dich damit unter die Leute traust, das du aber nie-nie-nie-NIEMALS wegwerfen würdest?

Die Rattenjacke. War eigentlich eine Konzertjacke, die auch richtig viel Geld gekostet hat, aber nun haben die Ratten sie in Besitz genommen und lieben es, in ihr herumgetragen zu werden. Und da sie es genauso lieben, sie anzunagen, hat die mittlerweile so viele Löcher, dass ich die in der Öffentlichkeit nicht mehr tragen würde.

9. Was hilft dir abends im Bett gegen kalte Füße?

Ganz klar. Gar Nichts.

10. Was hast du dir zuletzt auf DVD (oder BlueRay) gekauft bzw. schenken lassen? Was war der Anlass dazu?

Wenn ich mich recht erinnere, war das „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“. Den habe ich bei Mr. Bloom gesehen und fand ihn gut. Und er lag da gerade günstig rum, also habe ich mir den auch gekauft.

11. Mit welcher Sorte würdest du versuchen, mir das Teetrinken schmackhaft zu machen?

Roiboos, Ingwer- Orange mit Pfeffer. Der tritt einem so richtig schön in den Hintern.

Die Fragen finde ich eigentlich ganz schön, deswegen werfe ich das Stöckchen weiter, wie es ist. An jeden, der sich dazu berufen fühlt, es aufzuheben.